Karrieren im MfS

 
Kleine Anmerkung:
Es ist schon erstaunlich, was beim Ministerium für Staatssicherheit möglich war.
Da werden Schulabbrecher zu Doktoren der Rechtswissenschaft. 
Die Herren der Hauptverwaltung A (Aufklärung), welche sehr gern das Bild von den anständigen MfS- Angehörigen  vermitteln wollen, indem sie sich noch heute nicht als Spione, sondern als "Kundschafter für den Frieden an der unsichtbaren Front" von Ihresgleichen feiern lassen, haben vor ihrer Versetzung in diese Hauptverwaltung, aktiv an den Repressalien, Bespitzelungen, Verfolgungen und Inhaftierung Andersdenkender mitgewirkt u.s.w.u.s.f.
Lesen Sie die Auszüge, sie vermitteln ein Bild vom wahren Charakter des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit.
Hinweis: Die persönlichen Daten bei einigen der hier aufgeführten Personen sind nicht mehr ganz korrekt (da inzwischen verstorben, was ich nicht genau ermitteln konnte).
Quelle: Gieseke, Jens (Hrsg.): Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit. Kurzbiographien des MfS-Leitungspersonals 1950 bis 1989 MfS-Handbuch, Teil V/4, Berlin 1998.  (Auszüge)
  
Bierbaum, Werner
17.6.1928
Leiter der HVA-Abteilung VII (Auswertung/Information)
Geboren in Chemnitz, Vater Schlosser, Mutter Näherin; 1944/45 Wehrmacht, (Luftwaffenhelfer). 1946 SED; 1947 Abitur; 1947-50 Ökonomie-Studium an der Universität Leipzig; 1950-52 Arbeit als Statistiker; 1952 Einstellung beim MfS, operativer Mitarbeiter der HA III (Volkswirtschaft), Versetzung zur BV Dresden, dann BV Chemnitz/Karl-Marx-Stadt; 1954 Versetzung zur HA III; 1956 HVA-HA II (Militärspionage); 1958 HVA-Abteilung VII (Auswertung/Information); 1967 Promotion zum Dr. rer. oec. an der HU Berlin; 1976 Oberst; 1983 Leiter der HVA-Abteilung VII; 1990 Entlassung.
 
Birke, Wolfgang
2.11.1931
Leiter der Abteilung XI (Chiffrierwesen)
Geboren in Pirna, Vater Musiker, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1947-49 Bäckerlehre, danach Geselle; 1950 SED, Kursant der VP-Nachrichtenschule Pirna, dann Kommissar bei der KVP-Bereitschaft; 1951 Offizier für Nachrichtenverbindungen bei der HV Ausbildung der VP Berlin, 7. Abteilung (später Stab der KVP); 1956 Dienstantritt im MfS, Abteilung XI; 1965-71 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1971 stellvertretender Leiter, 1974 Leiter der Abteilung XI; 1984 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Böhm, Horst
11.5.1937-21.2.1990
Leiter der Bezirksverwaltung Dresden
Geboren in Zwickau, Vater Bäcker, Mutter Handschuhmacherin; 1954 SED; 1955 Abitur, Einstellung beim MfS, Zweijahreslehrgang an der JHS Potsdam-Eiche; 1961 stellvertretender Leiter der KD Stolberg; 1962 stellvertretender Leiter der KD Hohenstein; 1962-67 Fernstudium der Gesellschaftswissenschaften an der KMU Leipzig, Dipl.-Lehrer für Marxismus-Leninismus; 1966 stellvertretender Leiter der Arbeitsgruppe Anleitung und Kontrolle der BV Karl-Marx-Stadt; 1974 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Karl-Marx-Stadt; 1981 Offizier für Sonderaufgaben, dann Leiter der BV Dresden, Mitglied der SED-Bezirksleitung Dresden; 1982 Generalmajor; 1989 Entlassung; 1990 Selbstmord.
 
Braun, Edgar
9.6.1939
Leiter der Hauptabteilung XIX (Verkehr, Post, Nachrichtenwesen)
Geboren in Molbitz, Vater Dispatcher, Mutter Hausfrau; 1957 Abitur, Einstellung beim MfS, KD Altenburg, dann Zweijahreslehrgang an der JHS Potsdam-Eiche; 1959 SED, operativer Mitarbeiter in der BV Leipzig, Abteilung II (Spionageabwehr); 1961 Versetzung zur HA II, MfS Berlin; 1975-80 Fernstudium an der PHS, Dipl.-Gesellschaftswissenschaftler; 1977 stellvertretender Abteilungsleiter, 1978 Abteilungsleiter; 1982 Versetzung in die HA XIX (Verkehr, Post, Nachrichtenwesen), dann Leiter der HA; 1986 Generalmajor; November 1989 leitender Mitarbeiter des AfNS, 1990 Berater des Staatlichen Komitees zur Auflösung des AfNS, später Immobilienmakler.
 
Büchner, Joachim
5.3.1929
Leiter der Hauptabteilung VII (MdI/DVP)
Geboren in Westhausen, Vater Zimmermann; Volksschule; 1941-43 Handelsschule; 1943-47 Lehre als kaufmännischer Angestellter. 1947 SED, Mitarbeiter des Kreissekretärs der SED; 1949 Sekretär der FDJ-Kreisleitung Langensalza, Einstellung bei der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Thüringen (ab Februar 1950 Länderverwaltung Thüringen des MfS), Dienststelle Langensalza; 1950 Abteilung V (Untergrund) der Länderverwaltung Thüringen; 1952 BV Gera; 1953 Leiter der Abteilung V; 1955 Leiter der Abteilung XV (Auslandsspionage); 1958 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Gera; 1965-69 Direktstudium, dann Fernstudium, Abschluß als Dipl.-Jurist, zugleich wissenschaftlicher Mitarbeiter an der JHS Potsdam-Eiche, 1969 Oberassistent; 1970 Leiter der HA VII, MfS Berlin; 1971 Promotion zum Dr. jur. an der JHS; 1977/78 Einjahreslehrgang an der PHS; 1978 Generalmajor; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; 1990 Entlassung.
 
Carlsohn, Hans
2.12.1928
Leiter des Sekretariats des Ministers
Geboren in Leipzig, Vater Arbeiter, Mutter Hausfrau; Volksschule; Lehre als Kupferschmied (nicht ausgelernt); RAD; 1945 Arbeit bei einem Sattler; ab 1946 Heizungs-Hilfsmonteur; 1946 SED; 1948 Einstellung bei der VP, Revier Leipzig, dann Bereitschaften in Großenhain, Küstrin und Potsdam, Mitarbeiter für Politkultur; 1951 Einstellung beim MfS, HA Personenschutz, als persönlicher Begleiter Erich Mielkes, ab 1953 sein persönlicher Referent; 1971 Leiter des Sekretariats des Ministers; 1983 VVO in Gold; 1985 Generalmajor; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Claußner, Roland
8.8.1932
Leiter der Abteilung Postzollfahndung
Geboren in Chemnitz, Vater Arbeiter; Volksschule; 1947-52 Lehre und Arbeit als Tischler; 1952 Einstellung beim MfS, Länderverwaltung Sachsen; 1952/53 Kursant an der Schule Potsdam-Eiche; 1953 Abteilung IV (Spionageabwehr), dann HA II, MfS Berlin; 1955 SED; 1960 stellvertretender Abteilungsleiter der HA II/1, 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1964-84 OibE als stellvertretender Leiter, 1969 Leiter der Abteilung PZF der Zollverwaltung (ab 1976 als selbständige MfS-Abteilung geführt); 1971 Oberstleutnant; 1984 Offizier für Sonderaufgaben, HA II; 1989/90 Entlassung.
 
Coburger, Karli
4.10.1929
Leiter der Hauptabteilung VIII (Beobachtung/Festnahmen)
Geboren in Neuhaus-Schierschnitz, Vater Porzellandreher; Volksschule; 1943-46 Handelsschule, Kaufmann. 1946-48 Wirtschaftsoberschule Sonneberg; 1948/49 Volontär im Plastewerk Köppelsdorf; 1949 SED; 1949/50 Einjahreslehrgang an der Deutschen Verwaltungsakademie „Walter Ulbricht“ Forst-Zinna; 1950-52 Betriebsassistent, Technische Abendschule; 1952 Einstellung beim MfS, BV Leipzig; 1953 MfS Berlin, HA IX (Untersuchungsorgan); 1957-60 Fernstudium Kriminalistik an der Polizeischule Aschersleben; 1966 Staatsexamen in Kriminalistik an der HU Berlin; 1976 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1984-1989 Leiter der HA VIII (Beobachtung/Ermittlung); 1984 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Damm, Willi
15.2.1930
Leiter der Abteilung X (internationale Verbindungen)
Geboren in Leipzig, Vater Mechaniker; 1945/46 KPD/SED; mittlere Reife; 1946-48 Lehre als Industriekaufmann; 1948-50 Fremdsprachenschule für Russisch; 1950 Dolmetscher bei der 5. VP-Bereitschaft Sachsen, dann in der HV Ausbildung der VP Berlin, Einstellung beim MfS, Abteilung VIIa (ab 1951 Abteilung I, VP-Bereitschaften); 1952-54 Lehrgang für Richter und Staatsanwälte an der DASR; 1954 MfS Berlin, HA IX (Untersuchungsorgan); 1955-57 Fernstudium Jura an der DASR, Dipl.-Jurist; 1956 Leiter der Abteilung X; 1963/64 externes Studium an der DASR, Dipl.-Staatswissenschaftler; 1980 Generalmajor; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; 1990 Entlassung, Rentner.
 
Dangrieß, Dieter
24.3.1940
Leiter der Bezirksverwaltung Gera
Geboren in Jahnshain (Kreis Geithain), Vater Arbeiter, Mutter Hausfrau; 1958 Abitur, Einstellung beim MfS, KD Glauchau, SED; 1961/62 Einjahreslehrgang an der JHS Potsdam-Eiche; 1965 Versetzung zur Abteilung II (Spionageabwehr), 1966 Abteilung Anleitung und Kontrolle der BV Karl-Marx-Stadt; 1967-72 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1973 Leiter der AG Anleitung und Kontrolle; 1982 Offizier für Sonderaufgaben und Leiter des Stabs, dann Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Karl-Marx-Stadt; 1987 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1987 1. Stellvertreter des Leiters der BV Gera; 1988 Offizier für Sonderaufgaben, dann Leiter der BV Gera; 1989 Generalmajor; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; 1990 Entlassung.
 
Daum, Reinhold
5.8.1929
Leiter der HVA-Arbeitsgruppe T (Großraum Bonn)
Geboren in Reichenbach, Vater Bauer; Oberschule; 1945 Forstarbeiter; 1947 SED; 1948 Mitarbeiter der FDJ-Kreisleitung Pirna, 1950 der FDJ-Landesleitung Sachsen; 1952 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung Görlitz-Land; 1954/55 Bezirksparteischule; 1955 2. Sekretär der FDJ-Stadtleitung Dresden; 1956 politischer Mitarbeiter der FDJ-Bezirksleitung Dresden; 1956 Einstellung beim MfS; 1956/57 Schule der HV A; 1957 HVA-HA I (politische Spionage); 1959 HVA-Abteilung II (Parteien und Organisationen in der BRD); 1967-72 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1974 Versetzung zur HVA-Leitung; 1978 AG T; 1980 Leiter der AG T; 1982 Oberstleutnant; 1985 Referatsleiter; 1989/90 Entlassung.
 
Devaux, Ralf-Peter
22.5.1940
Stellvertretender Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung
Geboren in Schloßberg (Ostpreußen); 1957 SED; 1958 Abitur; 1958-62 Jurastudium an der HU Berlin, Dipl.-Jurist; 1960 IM des MfS; 1963/64 Lehrgang an der Schule der HV A; 1964 Einstellung beim MfS, HV A; 1977-81 Leiter der HVA-Residentur in der Ständigen Vertretung der DDR in Bonn; 1984 Leiter der HVA-Abteilung I (Staatsapparat der BRD); 1986/87 Studium an der PHS; 1987 stellvertretender Leiter der HV A, Oberst; 1989 Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim SED-Politbüro; 1990 Entlassung.
 
Dietze, Manfred
10.12.1928
Leiter der Hauptabteilung I (NVA/Grenztruppen)
Geboren in Lindenthal, Vater Schlosser, Mutter Hausfrau; mittlere Reife; 1945/46 KPD/SED; 1946 Einstellung bei der Polizei; 1949 Kursant der Politkultur-Schule der VP; 1950 HV Ausbildung des MdI, Persönlicher Referent des Chefinspekteurs; 1951 Einstellung im MfS, Abteilung I (VP-Bereitschaften); 1955 Abteilungsleiter; 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1967-71 OibE der HVA-Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen), Leiter einer Auslandsoperativgruppe; 1971 stellvertretender Leiter, 1981 Leiter der HA I (Militärabwehr); 1985 VVO in Gold; 1989 Generalleutnant; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; 1990 Entlassung, Rentner.
 
Döring, Manfred
18.11.1932
Kommandeur des Wachregiments
Geboren in Oberfrohna, Vater Schneider; Abitur; 1952 Kommandeursschule der KVP; 1953 Unteroffizier der KVP; 1953-56 Offiziersschule der KVP/NVA; 1956 Zugführer; 1958 Ausbilder im WR Berlin des MfS, später Batteriechef; 1959 Stabschef der Artillerieabteilung; 1961 Offizier für operative Arbeit im Regimentsstab; 1962 Kommandeur der Artillerieabteilung; 1965-68 Militärakademie „Friedrich Engels“, Dipl.-Militärwissenschaftler; 1968 Kommandeur des 2. Kommandos des WR „Feliks Dzierzynski“; 1971 1. Stellvertreter des Kommandeurs des WR; 1975/76 Delegierung zur PHS; 1987 Kommandeur des WR, Generalmajor; März 1990 Entlassung.
 
Eberhardt, Wolfgang
12.5.1928
Leiter der MfS-Schule Gransee
Geboren in Neuhaus, Vater Glasbläser, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1943/44 Lehre als Werkzeugmacher; 1944/45 RAD; März 1945 Luftwaffe. Mai bis September 1945 amerikanische Gefangenschaft; 1945-47 Fortsetzung der Lehre, dann Arbeit als Werkzeugmacher; 1949 SED; 1951 Ausbildungsleiter; 1952 Einstellung beim MfS, KD Sonneberg, dann KD Neuhaus; 1953 Abteilung Personenschutz, BV Suhl; 1954 kommissarischer stellvertretender Leiter der Abteilung; 1954/55 Lehrgang an der Fachschule des MfS Eberswalde; 1955 Lehrer an der JHS Potsdam-Eiche, dann an der Schule Eberswalde; 1956 MfS-Fachschule Teterow; 1959 AG-Leiter an der Schule Gransee; 1962 Leiter der Schule Gransee; 1962-68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1977 Oberst; 1989/90 Entlassung.
 
Ebert, Manfred
24.4.1930
Leiter der HVA-Arbeitsgruppe XV (Bezirksverwaltungen)
Geboren in Lauterbach (Vogtland); Volksschule; 1944-47 Handelsschule; 1947-52 kaufmännischer Gehilfe, dann Kreissekretär der Gewerkschaft Land und Forst in Oelsnitz; 1948 SED; 1952 Einstellung beim MfS, KD Oelsnitz, dann KD Berlin-Pankow; 1954 Abteilung IV (Spionageabwehr) der Verwaltung Groß-Berlin; 1956/57 Einjahreslehrgang an der Bezirksparteischule Berlin; 1957 Abteilung XV, Verwaltung Groß-Berlin, 1965 stellvertretender Abteilungsleiter; 1968-74 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1980 Leiter der HVA-AG XV; 1984 Oberst; 1990 Entlassung.
 
Eggebrecht, Heinz
16.2.1916-17.6.1994
Leiter der Bezirksverwaltung Magdeburg
Geboren in Oberkaufungen (Kreis Kassel), Vater Bergmann, Mutter Hausfrau; Realgymnasium; Lehre und Arbeit als kaufmännischer Angestellter; 1937/38 Lagerverwalter im Heereszeugamt Kassel; 1938-45 Wehrmacht; 1945 drei Tage amerikanische Gefangenschaft. 1945/46 KPD/SED, Chemiearbeiter, dann Lohnbuchhalter in Böhlen; 1946/47 Neulehrerkurs in Köthen, dann Grundschullehrer; April 1950 Einstellung beim MfS, KD Eisleben; September 1950 Abteilung IX (Untersuchungsorgan) der Länderverwaltung Sachsen-Anhalt in Halle; 1952 Leiter der Abteilung IX der BV Magdeburg; 1953 Stellvertreter Operativ der BV; 1955-57 Fernstudium an der DASR, Teilabschluß Philosophie/Ökonomie; 1960/61 Besuch der PHS; 1962 Leiter der BV Magdeburg; 1964 Oberst; 1966-68 Externstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1971/72 für eine Sonderaufgabe zur HV A kommandiert; 1972 als OibE Leiter des zentralen Büros der Sportvereinigung (SV) Dynamo; 1976 VVO in Gold; 1982 Entlassung, Rentner.
 
Elsner, Bernhard
30.1.1927
Kommandeur des Wachregiments
Geboren in Königsberg (Ostpreußen), Vater Kutscher; Volksschule; 1941-44 Lehre als Maschinenschlosser; 1944 RAD, dann Wehrmachtsfreiwilliger. 1945-49 sowjetische Gefangenschaft; 1949 Einstellung bei der VP; 1950 SED; 1951 Einstellung beim MfS, Wachbataillon Adlershof (später WR „Feliks Dzierzynski“); 1952 Kompaniechef; 1957 Stabschef des I. Bataillons; 1958/59 Vorbereitungslehrgang, dann Studium am Militärinstitut in Moskau; 1959 Stabschef des I. Kommandos; 1960 Offizier für militärwissenschaftliche Arbeit im Regimentsstab I; 1961 1. stellvertretender Kommandeur des WR; 1962 Stabschef; 1965/66 Militärakademie „Friedrich Engels“ der NVA, Dipl.-Militärwissenschaftler; 1972 Kommandeur des WR; 1976 Generalmajor; 1987 Offizier für Sonderaufgaben im Bereich Schulung der HA KuSch; 1990 Entlassung, später Geschäftsführer der Initiativgemeinschaft zum Schutze der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger der bewaffneten Organe und der Zollverwaltung der DDR (ISOR).
 
Engelhardt, Heinz
9.2.1944
Leiter der Bezirksverwaltung Frankfurt/ Oder; Leiter des Verfassungsschutzes der DDR
Geboren in Angerapp (Ostpreußen), Vater Elektriker, Mutter Hausfrau; 1962 Abitur und Einstellung beim MfS, BV Karl-Marx-Stadt, SED; 1968-74 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1970 Leiter des Bereichs Reisen und Touristik der BV Karl-Marx-Stadt; 1971 Leiter der KD Reichenbach; 1976 Leiter der Abteilung XX (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund) der BV Karl-Marx-Stadt; 1984 Leiter der KD Karl-Marx-Stadt; 1986 Offizier für Sonderaufgaben in der BV Frankfurt/Oder; 1987 Leiter der BV Frankfurt/Oder, Generalmajor, Mitglied der SED-Bezirksleitung Frankfurt/Oder; Dezember 1989 bis Januar 1990 Leiter des Amtes für Verfassungsschutz der DDR; bis Mai 1990 Berater bei der Auflösung des AfNS, später Inhaber eines Reisebüros.
 
Enk, Heinz
23.6.1931
Leiter des Stabs der Hauptverwaltung Aufklärung
Geboren in Thierbach (Kreis Schleiz); Volksschule; 1945-49 Forstarbeiter in Melteuer; 1948 SED; 1949/50 Gewerkschaftssekretär in Plauen; 1950-52 Studium an der ABF Dresden; 1952-53 Studium an der Universität Greifswald; 1953 Einstellung beim MfS, HA XV (später HV A); 1953-55 Besuch der Schule der HV A; 1955 HVA-HA I (politische Spionage); 1958 persönlicher Referent bei der Leitung der HV A; 1960 Mitarbeiter der HVA-Leitung; 1962-68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1968 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung VI (Ausbildung, Legalisierung); 1977 Oberst; 1981 Offizier für Sonderaufgaben bei der HVA-Leitung; 1982 amtierender Leiter des Stabs; 1989/90 Entlassung.
 
Felber, Horst
23.10.1929
1. Sekretär der SED-Kreisleitung im MfS
Geboren in Chemnitz, Vater Lackierer; Volksschule; 1944/45 Schüler am Lehrerseminar Zschopau; 1948 Abitur; Grundschullehrer; 1951 FDJ-Sekretär an der Fachschule für Textilindustrie Chemnitz; 1952 SED, Einstellung beim MfS, BV Chemnitz, Abteilung VIII (Beobachtung/ Ermittlung), dann Versetzung zur HA Personenschutz, MfS Berlin, 1954 hier stellvertretender Abteilungsleiter; 1955/56 Besuch der Schule des KGB in Moskau; 1956 Referatsleiter in der HA KuSch, dann Arbeitsgruppenleiter an der JHS Potsdam-Eiche, 1960 Leiter der Abteilung Fernstudium; 1960-64 externes Studium an der PH Potsdam, Lehrer für Geschichte; 1964 stellvertretender Abteilungsleiter in der HA II (Spionageabwehr), 1968 dort Parteisekretär, 1969 Abteilungsleiter; 1970 2. Sekretär der SED-Kreisleitung des MfS; 1970 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1979 1. Sekretär der SED-Kreisleitung, Generalmajor; 1981 Mitglied des Zentralkomitees der SED; 1988 VVO in Gold; 18.11.1989 Rücktritt als 1. Sekretär der Kreisleitung; Januar 1990 Entlassung.
 
Feuchtenberger, Peter
15.7.1943
Leiter der HVA-Abteilung XX (Elektronische Datenverarbeitung)
Geboren in Werdau (Kreis Zwickau); Mittelschule; 1960-62 Lehre als Galvaniseur; 1961 SED; 1963 Einstellung beim MfS, KD Werdau; 1964-66 Schule der HV A; 1966 Abteilung XV (Auslandsspionage) der BV Karl-Marx-Stadt; 1968 Abteilung VI (Ausbildung, Legalisierung) der HV A, MfS Berlin; 1971-74 Studium an der Juristischen Fachschule Potsdam, Fachschuljurist; 1976-79 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1977 persönlicher Referent des stellvertretenden Ministers und Leiters der HV A, Markus Wolf; 1986 Offizier für Sonderaufgaben beim Leiter der HV A; 1987 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung XX; 1987/88 Lehrgang am Institut für marxistisch-leninistische Weiterbildung des MdI; 1988 Leiter der HVA-Abteilung XX; 1989/90 Entlassung.
 
Feustel, Wolfgang
26.11.1932
Leiter der Abteilung IV (Vorbereitung von Sabotageakten)
Geboren in Greiz, Vater Drogist, Mutter Schneiderin; Volksschule; 1947 Lehre als Böttcher; 1950 Einstellung bei der VP, Berufsfeuerwehr; 1951 SED; 1952 KVP, dann VP Berlin, Kriminalpolizei; 1954 Einstellung beim MfS, HA II (Spionageabwehr); 1965-70 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1966 stellvertretender Abteilungsleiter in der HA II; 1971 Leiter der Operativgruppe Moskau; 1978 Leiter der Abteilung IV; 1979 Oberst; 1986 Offizier für Sonderaufgaben in der HV A; 1987 OibE im Zentrum für Information und Dokumentation der Außenwirtschaft (ZIDA) beim Minister für Außenhandel, Leiter der Abteilung Dokumentation; 1988 Sicherheitsbeauftragter im Ministerrat; Entlassung wahrscheinlich 1989.
 
Fiedler, Heinz
23.4.1929-15.12.1993
Leiter der Hauptabteilung VI (Paßkontrolle/ Tourismus)
Geboren in Leubnitz (Kreis Werdau), Vater Schlosser, Mutter Weberin; Volksschule, Handelsschule, mittlere Reife; 1945 RAD, Wehrmacht, amerikanische Gefangenschaft. 1945 Arbeit als Hilfsmechaniker in Werdau; 1946 Lehre und Angestellter bei der Sozialversicherungskasse in Zwickau, KPD/SED; 1949 kaufmännischer Angestellter und FDJ-Sekretär im Kfz-Werk Werdau; 1952 Einstellung beim MfS, KD Zwickau; 1954 Abteilung II (Spionageabwehr) der BV Karl-Marx-Stadt, 1958 dort Abteilungsleiter; 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1961 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Karl-Marx-Stadt; 1968 Abteilungsleiter beim ständigen Operativstab des 1. Stellvertreters des Ministers; 1970 Leiter der HA VI (Paßkontrolle, Tourismus, Interhotels); 1975 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche, Generalmajor; 1977/78 Einjahreslehrgang an der PHS; 1985 VVO in Gold; Januar 1990 Entlassung, Rentner. 1.12.1993 Verhaftung wegen Verdachts der gemeinschaftlichen Anstiftung zum Mord; Selbstmord in U-Haft.
 
Fischer, Bernd
20.5.1940
Leiter der HVA-Abteilung I (Staatsapparat der BRD)
Geboren in Chemnitz; Oberschule; Lehre als Chemie-Anlagen-Fahrer; ABF; 1957 SED; 1958 Abitur; 1959-65 Studium am Institut für Internationale Beziehungen in Moskau, Dipl.-Staatswissenschaftler; 1965 Einstellung beim MfS, HVA-Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen); 1979 stellvertretender Abteilungsleiter, 1984 1. stellvertretender Abteilungsleiter, Oberst; 1984/85 Lehrgang am Institut für marxistisch-leninistische Weiterbildung des MdI; 1987 Leiter der HVA-Abteilung I; 1990 Entlassung, dann leitender Mitarbeiter der Gruppe zur Auflösung der HV A.
 
Fister, Rolf
12.10.1929
Leiter der Hauptabteilung IX (Untersuchungsorgan)
Geboren in Großdeuben (Kreis Leipzig), Vater Schlosser; Volksschule; 1944-48 Lehre und Arbeit als Chemigraph; 1948 Betriebsassistent; 1952 Einstellung beim MfS, Länderverwaltung Sachsen, Abteilung IV (Spionageabwehr); 1952/53 Kursant an der Schule des MfS Potsdam-Eiche; 1953 Versetzung zur HA IX (Untersuchungsorgan) des MfS Berlin; 1956-60 Fernstudium an der Zentralschule der VP Arnsdorf, später Mittlere Polizeischule Aschersleben, Kriminalist; 1958 Stellvertreter, dann Abteilungsleiter in der HA IX; 1962-66 Fernstudium der HU Berlin, Dipl.-Kriminalist; 1965 stellvertretender Leiter, 1973 Leiter der HA IX; 1975 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1978 Generalmajor; 1990 Entlassung, Rentner.
 
Fitzner, Horst
23.6.1930
Leiter der Bezirksverwaltung Cottbus
Geboren in Mühlberg (Kreis Liebenwerda), Vater Bäcker, Mutter Hausfrau; 1946 mittlere Reife; 1946-50 Ausbildung zum Kfz-Schlosser, dann Arbeit als Lokführer und Kraftfahrer; 1950 Einstellung bei der VP, Kreisamt Liebenwerda; 1952 Lageoffizier im Operativstab des Bezirksamts der VP Cottbus, SED; 1955 Einstellung beim MfS, BV Cottbus, Abteilung II (Spionageabwehr); 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1961 stellvertretender Abteilungsleiter, 1963 Leiter der Arbeitsgruppe des Leiters der BV; 1973 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV; 1979/80 PHS; 1981 Leiter der BV Cottbus, Kandidat der SED-Bezirksleitung Cottbus; 1982 Generalmajor; 1984 Mitglied der SED-Bezirksleitung Cottbus; 1990 Entlassung, Rentner.
 
Franz, Horst
21.9.1933
Leiter der Hauptabteilung XXII (Terrorabwehr)
Geboren in Braschen (Kreis Crossen); Volksschule; 1953 Einstellung beim MfS, Abteilung Personenschutz, später Abteilung V (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund) der BV Cottbus; 1958-60 Zweijahreslehrgang an der JHS Potsdam-Eiche; 1960 stellvertretender Leiter der KD Finsterwalde; 1965 Leiter der KD Liebenwerda; 1966-71 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1970 Leiter der Abteilung VI (Paßkontrolle, Tourismus, Interhotels) der BV Cottbus; 1978 Stellvertreter des Leiters, 1985 Leiter der Abteilung (ab 1989 HA) XXII (Terrorabwehr) des MfS Berlin; 1986 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1990 Entlassung.
 
Gaida, Erich
23.6.1928
Arbeitsgruppenleiter im HVA-Sektor Wissenschaft und Technik
Geboren in Hennersdorf (CSR), Vater Lagerhalter; Mittelschule; 1944/45 Wehrmacht. 1945-48 sowjetische Gefangenschaft; 1948 SED, Montierer; 1950 Einstellung beim MfS, Länderverwaltung Thüringen, Abteilung III (Volkswirtschaft); 1954 Versetzung zur KD Putbus, 1955 Versetzung zur HV A, HA IV (Wirtschaftsspionage); 1959/60 HVA-Lehrgang; 1967-69 Studium an der Hochschule für Elektrotechnik Ilmenau; 1969 HVA-Abteilung V (Wirtschaftsspionage); 1971 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung XIV (Elektronik- und Optikspionage); 1978 Leiter der AG 3 des Sektors Wissenschaft und Technik der HV A; 1980 Oberst; 1989/90 Entlassung.
 
Gailat, Kurt
14.7.1927
Leiter der HVA-Abteilung II (Parteien und Organisationen in der BRD)
Geboren in Klein-Dräwen; Volksschule; 1941/42 Laufbursche; 1942-45 Lehre und Arbeit als Tischler; 1945 Wehrmacht. 1945-49 sowjetische Gefangenschaft, Antifa-Schüler; 1949 Rückkehr nach Deutschland, Sekretär der FDJ-Kreisleitung Wismar, dann 1. Kreisvorsitzender der FDJ Greifswald; 1950 SED, Abteilungsleiter beim FDJ-Landesvorstand Mecklenburg; 1950/51 PHS; 1951 Einstellung beim APN (ab 1953 HA XV, ab 1956 HV A des MfS), HA I (später Abteilung II); 1961-67 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1970 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1979 Oberst; 1983 Leiter der HVA-Abteilung II; 1990 Entlassung.
 
Gehlert, Siegfried
19.7.1925
Leiter der Bezirksverwaltung Karl-Marx-Stadt
Geboren in Raschau (Sachsen), Vater Verwaltungsangestellter, Mutter Hausfrau; Volksschule, Handelsschule; 1943 RAD; 1944 Wehrmacht; 1945 sowjetische Gefangenschaft. 1948 Einstellung bei der VP; 1949 SED; 1950 Einstellung beim MfS, Dienststelle Aue der Länderverwaltung Sachsen; 1952 Leiter der KD Auerbach, dann Schwarzenberg; 1953 Leiter der KD Zwickau; 1954 Leiter der Abteilung II (Spionageabwehr) der BV Karl-Marx-Stadt; 1955 stellvertretender Leiter, 1958 Leiter der BV Karl-Marx-Stadt; 1959 Mitglied der SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt; 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist, 1973 dort Promotion zum Dr. jur.; 1979 VVO in Gold; 1987 Generalleutnant; 1990 Entlassung.
 
Genschow, Rudolf
6.9.1925
Leiter der HVA-Abteilung XVI (Nutzung legaler Beziehungen)
Geboren in Plauen, Vater Heizungsmonteur; Volksschule; 1940-43 Lehre und Arbeit als Schlosser; 1943-45 Wehrmacht. 1945 sowjetische Gefangenschaft; 1945/46 Schlosser; 1946 KPD/SED; 1946-49 ABF, dann Studium an der Universität Leipzig, Dipl.-Volkswirtschaftler; 1949 Dozent an der Deutschen Verwaltungsakademie „Walter Ulbricht“ Forst-Zinna; 1953 Einstellung beim MfS, Kabinettleiter an der Schule der HA XV (später HV A); 1958 stellvertretender Leiter der HVA-Schule; 1959 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung I (Staatsapparat der BRD); 1974 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1974 Oberst; 1975 Leiter der HVA-Abteilung I; 1984 Offizier für Sonderaufgaben bei der HVA-Leitung; 1985 Leiter des HVA-Bereichs K (Nutzung legaler Beziehungen); 1988 Leiter der HVA-Abteilung XVI; 1989/90 Entlassung.
 
Geyer, Heinz
30.4.1929
Stellvertretender Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung
Geboren in Lauban (Schlesien), Vater Friseur, Mutter Arbeiterin; Volksschule; 1943/44 Ausbildung zum Friseur; 1944 dienstverpflichtet; Januar 1945 Soldat der Roten Armee. 1945/46 KPD/SED, Fortsetzung der Lehre und Arbeit als Friseur; 1949 Einstellung bei der VP, Kursant der VP-Schule; 1950 Einstellung beim MfS, KD Görlitz, 1951 KD Leipzig; 1952 Leiter der Abteilung II (Spionageabwehr); 1953-64 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Leipzig, 1958 kommissarischer Leiter; September-Dezember 1960 zum MfS Berlin kommandiert; 1960-68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1964 Versetzung zum MfS Berlin zur Durchführung von Sonderaufgaben; 1965 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen); 1971 Leiter der HVA-Abteilung XI (Nordamerika); 1973 Leiter der Abteilung IX (Gegenspionage); 1977 stellvertretender Leiter der HV A; 1978/79 Besuch der PHS; 1982 außerdem Leiter des Stabs der HV A, Generalmajor; 1985 VVO in Gold; 1990 Entlassung.
 
Großmann, Werner
6.3.1929
Stellvertretender Minister für Staatssicherheit und Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung
Geboren in Ober-Ebenheit (Kreis Pirna), Vater Zimmermann, Mutter Küchenhilfe; Oberschule (ohne Abschluß); 1945 Volkssturm. 1945-47 Lehre als Maurer; 1947-49 Vorstudienanstalt, Abitur; 1949-51 Studium (ohne Abschluß), dann FDJ-Sekretär an der TH Dresden; 1952 Besuch der Schule der APN (ab 1953 HA XV, ab 1956 HV A des MfS); 1953 HA I (Staatsapparat der BRD); 1954 HA II (Militärspionage); 1956 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung IV (Wirtschaftsspionage), 1958 der HVA-Abteilung I, 1959 wieder der HVA-Abteilung IV, 1962 Abteilungsleiter; 1966/67 Besuch der Parteihochschule der KPdSU in Moskau; 1969-72 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1975 stellvertretender Leiter, 1983 1. stellvertretender Leiter der HV A; 1980 VVO in Gold; 1986 stellvertretender Minister und Leiter der HV A; 1989 Generaloberst; 1990 Entlassung.
 
Haarfeldt, Harald
28.9.1937
Leiter der Abteilung Haftkrankenhaus
Geboren in Döbeln, Eltern kaufmännische Angestellte; 1955 Abitur; 1955-57 Medizinstudium an der KMU Leipzig, 1957-60 an der Medizinischen Akademie „Carl-Gustav Carus“ in Dresden, Staatsexamen; 1958 SED; 1963 Assistenzarzt; 1964 Einstellung beim MfS, stellvertretender Leiter, dann Leiter der Abteilung Haftkrankenhaus; 1964 Abteilungsleiter; 1965-69 zusätzlich Facharztausbildung; 1970 Promotion zum Dr. med. an der HU Berlin; 1970-73 Delegierung an das Städtische Krankenhaus Berlin-Friedrichshain; 1973 Leiter des Medizinischen Dienstes des WR; 1986 Oberst; 1986 stellvertretender Leiter der Abteilung Haftkrankenhaus im ZMD; 1989/90 Entlassung.
 
Hähnel, Siegfried
9.6.1934
Leiter der Bezirksverwaltung Berlin
Geboren in Chemnitz, Vater Dreher, Mutter Hausfrau; 1952 Oberschule (ohne Abschluß), Einstellung beim MfS, Abteilung VIII (Festnahmen/Observationen) der BV Chemnitz, SED; 1953/54 Einjahreslehrgang an der Schule des MfS Potsdam-Eiche; 1954 HA IX (Untersuchungsorgan) des MfS Berlin; 1956-60 Fernstudium Kriminalistik an der Fachschule des MdI Aschersleben; 1962 Leiter der Abteilung IX (Untersuchungsorgan) der Verwaltung Groß-Berlin; 1962-66 Fernstudium an der HU Berlin, Dipl.-Kriminalist; 1974 Stellvertreter Operativ des Leiters der Verwaltung Groß-Berlin; 1980 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1986 Leiter der BV Berlin, Mitglied der SED-Bezirks-leitung Berlin; 1987 Generalmajor; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; 1990 Entlassung.
 
Hartling, Gunar
5.3.1930
Leiter der Abteilung XIII (Zentrale Rechenstation)
Geboren in Chemnitz, Vater Kraftfahrer, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1945 Ausbildung zum Forstarbeiter, danach tätig im Forstamt Döbeln; 1948 SED; 1952 Einstellung beim MfS, KD Rochlitz; 1954 Abteilung XIII der BV Karl-Marx-Stadt; 1956 stellvertretender Leiter, 1958 Leiter der Abteilung XIII; 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1976 Leiter der Abteilung XIII des MfS Berlin; 1977 Oberst; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Heinitz, Walter
25.8.1915-10.3.1987
Leiter der Hauptabteilung IX (Untersuchungsorgan)
Geboren in Eppendorf (Kreis Flöha), Vater Streckenarbeiter; Volksschule; 1930-37 Ausbildung und Arbeit als Orchestermusiker; 1937 RAD, dann Wehrmacht (Musiker und Sanitäter); 1944 Verurteilung durch Militärgericht wegen Wehrkraftzersetzung, Strafbataillon 999. April 1945 Rückkehr nach Deutschland, Antifa-Arbeit, 1945/46 KPD/SED; September 1945 Einstellung bei der politischen Polizei (später K 5) Chemnitz; September 1949 Einstellung bei der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Sachsen (ab Februar 1950 Länderverwaltung Sachsen des MfS), KD Chemnitz; 1950 KD Stollberg, dann Abteilung IV (Spionageabwehr) der Länderverwaltung Sachsen; 1951 Versetzung zum MfS Berlin, HA IX (Untersuchungsorgan), 1952 Abteilungsleiter, 1957 stellvertretender HA-Leiter; 1962 Oberst; 1962-64 Fernstudium an der HU Berlin, Staatsexamen als Kriminalist; 1964 Leiter der HA IX; 1973 Entlassung aus dem MfS; hauptamtlicher Parteisekretär in einem Feierabendheim in Dresden, dann Rentner.
 
Herbrich, Karl-Heinz
28.2.1937
Leiter der Arbeitsgruppe Bereich Kommerzielle Koordinierung
Geboren in Leipzig, Eltern Arbeiter; 1953 SED; 1955 mittlere Reife, Einstellung beim MfS Berlin, HA II (Spionageabwehr); 1955/56 Lehrgang an der JHS Potsdam-Eiche; 1974-79 Fernstudium an der JHS, Dipl.-Jurist; 1980-84 OibE als Leiter der Operativgruppe Warschau des MfS; 1984 stellvertretender Leiter, 1989 Leiter der AG Bereich Kommerzielle Koordinierung; 1986 Oberst; Januar 1990 Entlassung.
 
Herrmann, Harry
21.1.1930
Leiter der HVA-Abteilung V (Wirtschaftsspionage)
Geboren in Niedersteina (Kreis Bischofswerda), Vater Maurer; Volks- und Handels-schule; 1946 Hilfspacker, dann arbeitslos; 1947 Metalldrücker; 1947 SED; 1947-49 Verwaltungslehre in der Gemeinde Arnsdorf; 1949-52 ABF Dresden und Greifswald; 1952-56 Studium an der Karl-Marx-Universität Leipzig, Dipl.-Wirtschaftler; 1956 Einstellung beim MfS, Abteilung XV (Auslandsspionage) der BV Leipzig; 1963 Versetzung zur HVA-Abteilung V (Wirtschaftsspionage), MfS Berlin; 1971 HVA-Abteilung XV (Wehrtechnik, Maschinen-bau, Luft- und Raumfahrt); 1974 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung V; 1975 Leiter der AG 1 des HVA-Sektors Wissenschaft und Technik; 1975 Leiter der HVA-Abteilung V; 1981 Oberst; 1989/90 Entlassung.
 
Hummitzsch, Manfred
7.7.1929
Leiter der Bezirksverwaltung Leipzig
Geboren in Limbach, Vater Lagerarbeiter, Mutter Näherin; Volksschule; 1943 NSDAP; 1944-47 kaufmännische Lehre. 1947 kaufmännischer Angestellter; 1948 Postarbeiter; 1949 Stadtjugendleiter beim FDJ-Kreisvorstand Chemnitz, SED; 1950 Einstellung beim MfS, Dienststelle Flöha; 1951 Länderverwaltung Sachsen, Abteilung III (Volkswirtschaft), dann HA III des MfS Berlin; 1955/56 Einjahreslehrgang an der Bezirksparteischule Berlin; 1957 Leiter der Abteilung III, BV Leipzig; 1958 1. Sekretär der SED-Parteiorganisation der BV Leipzig; 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1962 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Leipzig, 1966 Leiter; 1967 Mitglied der SED-Bezirksleitung Leipzig; 1975 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1989 Generalleutnant; Januar 1990 Entlassung; Rentner.
 
Irmler, Werner
15.4.1930
Leiter der Zentralen Auswertungs- und Informationsgruppe (ZAIG)
Geboren in Kühnau (Schlesien), Vater Maschinenformer, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1944/45 Ausbildung zum Industriekaufmann. 1945 Umsiedlung; 1946-48 Lehre als Forstfacharbeiter; 1948 SED; 1948/49 Hilfsförster; 1950/51 Forst-Fachschule, Förster; 1951 Mitarbeiter im Ministerium für Land und Forst Brandenburg, dann Forstinstrukteur in Zehdenick; 1952 Einstellung beim MfS, Abteilung Volkswirtschaft der BV Potsdam; 1953 Versetzung zur HA IX (Untersuchungsorgan) des MfS Berlin; 1955/56 Einjahreslehrgang an der Bezirksparteischule Berlin; 1957-59 Leiter der Abteilung Information; 1959 stellvertretender Leiter der Zentralen Informationsgruppe; 1965 Leiter der Zentralen Auswertungs- und Informationsgruppe; 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1970 Promotion an der JHS Potsdam-Eiche; 1982 VVO in Gold; 1987 Generalleutnant; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Irmscher, Günter
13.2.1932
Leiter der HVA-Abteilung VI (Ausbildung, Legalisierung)
Geb. in Chemnitz; Volksschule und Handelsschule; 1948-51 Lehre und Arbeit als Industriekaufmann; 1951 Sachbearbeiter im Ministerium für Leichtindustrie; 1952 SED; 1952 Betriebsassistent, dann Handelsleiter in einem Betrieb; 1953 Oberreferent im Ministerium für Leichtindustrie; 1953 Einstellung beim MfS, bis 1955 Besuch der Schule der HA XV (Auslandsspionage); 1955 HVA-HA I (politische Spionage); 1959 HVA-Abteilung VI; 1966/67 PHS; 1968 Leiter der HVA-Abteilung VI; 1969-71 Externlehrgang an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1975 Oberst; 1980 Offizier für Sonderaufgaben in der Abteilung; 1985 Kabinettleiter bei der HVA-Leitung; 1986 dort Offizier für Sonderaufgaben; 1989/90 Entlassung.
 
Jäckel, Günter
5.7.1934
Leiter der HVA-Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen)
Geboren in Breslau; 1952 Abitur; 1952-56 Studium an der HfÖ, Industrieökonom; 1953 SED; 1956 Einstellung beim MfS, HVA-HA II (Militärspionage); 1958 HVA-Abteilung III (Vorbereitung von Sabotageakten); 1969 Leiter der Abteilung XV (Auslandsspionage) der BV Dresden; 1977 Leiter der HVA-Abteilung III; 1979 Referatsleiter in der HVA-Abteilung VII (Auswertung/Information); 1980 Offizier für Sonderaufgaben; 1981 stellvertretender Leiter der Abteilung XXII (Terrorabwehr), Oberst; 1986 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1987 1. stellvertretender Leiter der Abteilung XXII; 1989 Offizier für Sonderaufgaben in der HA II (Spionageabwehr); 1989/90 Entlassung.
 
Jänicke, Horst
4.1.1923
Stellvertretender Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung
Geboren in Strausberg, Vater selbständig; Volksschule; 1937-41 Lehre und Arbeit als Bäcker, 1941-45 Wehrmacht. 1945-49 sowjetische Gefangenschaft, Antifa-Schüler; 1949 SED, Lehrer an den Kreisparteischulen Priesen und Schiffmühl; 1950 Leiter der Kreisparteischule Treuenbrietzen; 1951 Leiter der Landesverwaltungsschule Königs Wusterhausen; 1952 Einstellung beim APN (ab 1953 HA XV, ab 1956 HV A des MfS), HA I (Staatsapparat der BRD), dann stellvertretender Abteilungsleiter; 1953 Abteilungsleiter in der HVA-HA II (Militärspionage); 1956 stellvertretender Leiter der HVA-HA II; 1958 Leiter der HVA-Abteilung III (Vorbereitung von Sabotageakten); 1971 2. stellvertretender Leiter der HV A; 1986 1. stellvertretender Leiter der HV A; 1987 Generalleutnant; bis 1989 Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Politbüro; Februar 1989 Entlassung, Rentner.
 
Janßen, Horst
10.7.1929
Leiter der Arbeitsgruppe XVII (Besucherbüros Westberlin)
Geboren in Marburg (Lahn), Vater kaufmännischer Angestellter, Mutter Hausfrau; 1936-44 Volksschule in Magdeburg; 1944/45 Reichsbahnjunghelfer. 1945-48 Tischlerlehre; 1948-50 Geselle; 1949 SED; 1950/51 Schulungsleiter bei der Bauunion Magdeburg; 1951 Lehrgang an der Deutschen Verwaltungsakademie „Walter Ulbricht“ Forst-Zinna/Potsdam-Babelsberg, Lehrer für Gesellschaftswissenschaften an der Fachschule für Bauwesen Glauchau; 1952 Ministerium für Aufbau, Kaderabteilung; 1955 Einstellung beim MfS, HA III (Volkswirtschaft); 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1972 Leiter der AG XVII; 1973 Oberst; 1986 VVO in Gold; 1990 Entlassung.
 
Jesse, Siegfried
1.11.1937
Leiter der HVA-Abteilung XIII (Atom- und Kosmosspionage)
Geboren in Weimar, Vater Tischler; 1954 SED; 1955 Abitur; 1955 Einstellung beim MfS, Abteilung KuSch der BV Suhl; 1955-57 Zweijahreslehrgang an der JHS Potsdam-Eiche; 1957 AG Suhl der BV Suhl; 1958 Abteilung II (Spionageabwehr); 1965-71 Fernstudium an der HU Berlin, Dipl.-Jurist; 1967 stellvertretender Leiter der Abteilung II; 1973 Offizier für Sonderaufgaben bei der HVA-Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen), MfS Berlin, 1974 bei der HVA-Abteilung IX (Gegenspionage), 1980 dort Referatsleiter; 1981 stellvertretender Leiter, 1983 Leiter der HVA-Abteilung XIII; 1985 Oberst; 1989/90 Entlassung.
 
Kaufmann, Bernd
6.7.1941
Leiter der Schule der Hauptverwaltung Aufklärung
Geboren in Zella-Mehlis; 1959 Abitur; 1959-61 Militärdienst in der NVA; 1960 SED; 1961-65 Studium an der KMU Leipzig, Dipl.-Jurist; 1963 IM; 1965 Einstellung beim MfS, HVA-Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen); 1969 Promotion zum Dr. jur. an der KMU Leipzig; 1978 Promotion B zum Dr. sc. phil. an der JHS Potsdam-Eiche; 1981 HVA-Abteilung VII (Auswertung/Information); 1982 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung VII; 1986 Leiter der HVA-Schule; 1990 Entlassung.
Publ.: Bernd Kaufmann, Eckhard Reisener, Dieter Schwips und Henri Walther: Der Nachrichtendienst der KPD 1919-1937, Berlin 1993.
 
Kienberg, Paul
15.10.1926
Leiter der Hauptabteilung XX (Staatsapparat, Kirchen, Kultur, Untergrund)
Geboren in Mühlberg (Elbe), Vater Arbeiter, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1941-44 Schlosserlehre, Verweigerung der Facharbeiterprüfung wegen jüdischer Herkunft des Vaters; 1944 Arbeitslager. 1945/46 KPD/SED; 1945-49 Volontär, dann technischer Leiter in Mühlberg; Dezember 1949 Einstellung bei der VP; 1950 Einstellung beim MfS Berlin, Abteilung VI (Staatsapparat, Parteien); 1953 HA V (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund); 1956 Abteilungsleiter, 1959 stellvertretender Leiter der HA V; 1964 Leiter der HA XX; 1963-65 und 1966-68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1973 VVO in Gold; 1989 Generalleutnant; Dezember 1989 von allen Aufgaben entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Kleine, Alfred
13.11.1930
Leiter der Hauptabteilung XVIII (Volkswirtschaft)
Geboren in Leipzig, Vater Kraftfahrer; 1947 mittlere Reife; 1947-50 Lehre und Arbeit als Verwaltungsangestellter; 1950 SED, Wirtschaftsleiter des Krankenhauses Leipzig-Dösen; 1952 Verwaltungsleiter eines Betriebs; 1953 Einstellung beim MfS, HA III (Volkswirtschaft); 1955 stellvertretender Abteilungsleiter, dann Abteilungsleiter; 1956 stellvertretender Leiter der HA III (ab 1964 HA XVIII); 1956-62 Fernstudium an der HfÖ Berlin, Dipl.-Wirtschaftler; 1967/68 Freistellung, Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1974 Leiter der HA XVIII; 1985 VVO in Gold; 1989 Generalleutnant; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; 1990 Entlassung; seit 1992 Mitbetreiber einer Dienstleistungsfirma.
 
Koch, Peter
19.7.1929-3.5.1990
Leiter der Bezirksverwaltung Neubrandenburg
Geboren in Stettin, Vater Lehrer, Mutter Bankangestellte; 1944 mittlere Reife; 1945 Landarbeiter; 1945-48 Ausbildung zum Schlosser; 1946 SED; 1949/50 Schlosserbrigadier und Kulturleiter in einer MTS; 1950 Studium an der Deutschen Verwaltungsakademie „Walter Ulbricht“ Forst-Zinna; 1950 wegen Verfehlung „Bewährung in der Produktion“; 1951 Wiederaufnahme des Studiums, Dipl.-Wirtschaft-ler; 1952 Haupt-referent beim Rat des Bezirks Neubrandenburg; 1952 Leiter der Politabteilung der Arbeitsgruppe MTS der BV Neubrandenburg; 1953 Lehrer an der Polithochschule der KVP in Potsdam, Einstellung beim MfS, BV Potsdam, Abteilung III (Volkswirtschaft); 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1962-75 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Potsdam; 1972 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1976 Stellvertreter Operativ, ab 1977 Leiter der BV Neubrandenburg, Mitglied der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg; 1980 Generalmajor; 1986 VVO in Gold; Januar 1990 Entlassung, Verhaftung wegen Verdachtes der Untreue zum Nachteil sozialistischen Eigentums; Mai 1990 Selbstmord in der U-Haft.
 
Kopprasch, Eberhard
6.8.1935
Leiter der HVA-Arbeitsgruppe Sicherheit
Geboren in Struppen (Kreis Pirna), Vater Kesselschmied; Volksschule; 1949-52 Lehre und Arbeit als Elektriker in Pirna; 1952 FDJ-Sekretär im Betrieb, SED; März 1953 1. Sekretär der FDJ-Stadtleitung Pirna; August 1953 Einstellung beim MfS, Abteilung KuSch der BV Dresden; 1954 Versetzung zur Abteilung KuSch der BV Neubrandenburg; 1956 Abteilung XV (Auslandsspionage); 1961 HVA-Abteilung III (politische Spionage), MfS Berlin; 1966-69 Studium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1971 HVA-Abteilung XI (Nordamerika); 1978 HVA-Abteilung I (Staatsapparat der BRD); 1980 HVA-Abteilung IX (Gegenspionage); 1981 AG Sicherheit; 1987 Oberst, stellvertretender Leiter, 1989 Leiter der AG Sicherheit; 1990 Entlassung.
 
Korth, Werner
17.8.1929
Leiter der Bezirksverwaltung Schwerin Geboren in Stettin, Vater Schlosser; Mittelschule; 1944/45 kaufmännische Lehre; 1945/46 Landarbeiter. 1946-48 Lehre und Arbeit als Verwaltungsgehilfe bei der Stadt Rostock; 1948 SED, zuerst Org.-Leiter, dann 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung Rostock; 1950 Einstellung beim MfS, Abteilung Personal der Länderverwaltung Mecklenburg; 1952 stellvertretender Personalleiter der Länderverwaltung Mecklenburg, dann Leiter der Abteilung Personal der BV Schwerin; 1957 1. Sekretär der SED-Parteiorganisation der BV Schwerin; 1961-63 wegen Unfalls dienstunfähig; 1965 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Schwerin; 1966-68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1968 Leiter der BV Schwerin; 1973 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1979 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Kratsch, Günther
21.10.1930
Leiter der Hauptabteilung II (Spionageabwehr)
Geboren in Monstab (bei Altenburg), Vater kaufmännischer Angestellter; 1937-45 Volksschule; 1945-48 Verkäuferlehre; 1948-50 Arbeiter im Konsum Meuselwitz; 1950 SED, Sekretär der Nationalen Front Meuselwitz; 1951 Einstellung beim MfS, Dienststelle Altenburg; 1952 Versetzung zum MfS Berlin, Abteilung II (Westarbeit); 1960 Abteilungsleiter; 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1975 stellvertretender Leiter, 1976 Leiter der HA II (Spionageabwehr); 1977 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1985 Generalleutnant; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung.
 
Kretzschmar, Tilo
11.6.1936
Leiter der HVA-Abteilung XXI (Rückwärtige Dienste)
Geboren in Zorbau (Kreis Hohenmölsen), Vater Schlosser; Volksschule; 1950-53 kaufmännischer Lehrling in Webau; 1953-57 Studium an der HfÖ, Dipl.-Wirtschaftler; 1957 Mitarbeiter bei der Deutschen Stahl- und Metall-Handelsgesellschaft, Berlin; 1959 SED; 1960 Einstellung beim MfS, bis 1961 Besuch der HVA-Schule; 1961 HVA-Abteilung I (Staatsapparat der BRD); 1968 persönlicher Referent des Leiters der HV A; 1977 stellvertretender Leiter des HVA-Stabs und Leiter des Bereichs, später der Abteilung Rückwärtige Dienste; 1983 Oberst; 1990 Entlassung.
 
Landes, Bernhard
25.12.1934
Leiter des Haftkrankenhauses
Geboren in Trebnitz (Kreis Hohenmölsen), Vater Ofenfahrer, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1949-52 Lehre als Maurer; 1952 Einstellung bei der Deutschen Grenzpolizei; 1953 Lehrgang an der Sanitäts-Instrukteurschule der KVP in Leipzig; 1953-56 Offizierslehrgang an der KVP/NVA-Schule Leipzig; 1955 SED; 1956 Feldscher bei der Deutschen Grenzpolizei; 1957 Einstellung beim MfS, HA I (Militärabwehr); 1963 Versetzung zur Abteilung Haftkrankenhaus (HKH), 1965 stellvertretender Abteilungsleiter, 1969 Abteilungsleiter; 1972-77 Externstudium an der HU Berlin, Dipl.-Kriminalist; 1980 Promotion zum Dr. jur. an der HU Berlin, Sektion Kriminalistik; 1983 Oberst; 1986 Sekretär der SED-Parteiorganisation des ZMD; 1989/90 Entlassung.
 
Lange, Gerhard
20.1.1935-30.1.1990
Leiter der Bezirksverwaltung Suhl
Geboren in Magdeburg, Vater Ofensetzer, Mutter Hausfrau; 1953 Abitur; 1953-57 Jura-Studium an der MLU Halle-Wittenberg, Dipl.-Jurist; 1954 SED; 1957 wissenschaftlicher Assistent an der MLU; 1959 Einstellung beim MfS, BV Halle, Abteilung IX (Untersuchungsorgan); 1969 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Halle; 1973/74 Delegierung zur PHS; 1981 Leiter der BV Suhl; 1982 Mitglied der SED-Bezirksleitung Suhl; 1983 Generalmajor; 1989 Entlassung; 1990 Selbstmord.
 
Leben, Olaf
8.10.1932
Leiter der Abteilung 26 (Telefonüberwachung)
Geboren in Berlin, Vater Elektromonteur; Volksschule; 1947-51 Ausbildung und Arbeit als Fernmeldemonteur; 1949 SED; 1951 Einstellung beim MfS, Abteilung N (Nachrichten); 1952 HA S (operative Technik); 1955 Abteilung O (Telefonüberwachung); 1962 Abteilung 26 (Telefonüberwachung); 1963 stellvertretender Abteilungsleiter; 1965-67 Studium an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ Dresden, Dipl.-Ingenieur-Ökonom; 1967 1. stellvertretender Leiter, 1977 Leiter der Abteilung 26 des MfS; 1984 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Ledermann, Otto
8.12.1924
1. Sekretär der SED-Parteiorganisation der HV A
Geboren in Brotterode, Vater Arbeiter; Volksschule; 1939-42 Lehre und Arbeit als Werkzeugmacher; 1942-45 Wehrmacht.
1945 amerikanische Gefangenschaft; 1945/46 Werkzeugmacher; 1946 KPD/SED, Arbeitsgebietsleiter bei der FDJ Brotterode, dann Kreisvorsitzender der FDJ Schmalkalden; 1949 Einstellung bei der VP Suhl, Propagandist; 1950/51 Jugend-, dann Parteisekretär bei der VP in Suhl; 1951-53 Politschule der KVP, Politstellvertreter; 1953 Stellvertreter Politkultur bei der VP-Kommandantur Berlin; 1954 Einstellung beim MfS, HA I (politische Spionage) der HA XV (später HV A); 1960 1. Sekretär der SED-Parteiorganisation in der HVA-Abteilung II (Parteien und Organisationen in der BRD); 1964 1. Sekretär der SED-Parteiorganisation der HV A; 1969-72 Externstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1984 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Lehmann, Dieter
19.9.1928
Leiter der Bezirksverwaltung Gera
Geboren in Dresden, Vater Tischler, Mutter Verkäuferin; Volksschule; 1943-46 Lehre als Tischler. 1946 Arbeit als Tischler-Geselle, SED; 1948 Einstellung bei der VP Dresden; 1949 K 5 (politische Polizei), Einstellung bei der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Sachsen (ab Februar 1950 Länderverwaltung Sachsen des MfS), Abteilung IV (Spionageabwehr); 1952 Versetzung zur Abteilung KuSch der BV Dresden; 1953 Lehrer an der Schule des MfS Potsdam-Eiche, dann Versetzung, später Leiter der Abteilung VII (MdI/DVP) der BV Dresden; 1955 Leiter der KD Görlitz; 1958 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Dresden; 1962/63 Besuch der Bezirksparteischule Dresden; 1965-70 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1970 Leiter der BV Gera und Mitglied der SED-Bezirksleitung Gera; 1976 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1979 Generalmajor; 1988 Entlassung, Rentner.
 
Leibholz, Siegfried
5.8.1925
Leiter der Bezirksverwaltung Potsdam
Geboren in Berlin-Schöneberg, Vater Inhaber eines Konfektionsgeschäfts, Mutter Schneiderin; Volksschule, Ausschluß vom Gymnasium wegen jüdischer Herkunft und KPD-Zugehörigkeit des Vaters; 1939-41 Schlosserlehre, Abendschule; 1942 Abitur; 1941-43 Hilfsarbeiter; 1943-45 illegaler Aufenthalt in Sommerfeld (Osthavelland). 1945 Einstellung bei der Polizei, Kreis Osthavelland; 1946 SPD/SED, Besuch der Provinzialpolizeischule Mark Brandenburg; 1947 Lehrer an der VP-Anwärterschule Luckenwalde, dann Leiter der Schutzpolizei Eberswalde, danach Lehrer an der Landespolizeischule Biesenthal; 1948 Leiter der Schutzpolizei im Kreis Teltow; 1949 stellvertretender Leiter der Dienststelle Mahlow der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Brandenburg (ab Februar 1950 Länderverwaltung Brandenburg des MfS); 1951 Leiter der Abteilung VII (VP) der Länderverwaltung Brandenburg, 1952 der BV Potsdam; 1954 Leiter der Abteilung II (Spionageabwehr) der BV Potsdam; 1955 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Potsdam; 1960-68 Fernstudium an der DASR, Dipl.-Staatswissenschaftler; 1971 Leiter der BV Potsdam und Mitglied der SED-Bezirksleitung Potsdam; 1980 Generalmajor; 1985 Entlassung, Rentner; 1985 VVO in Gold.
 
Leipold, Roland
25.5.1930
Leiter der Abteilung XII (Zentrale Auskunft/Speicher)
Geboren in Höckendorf (Kreis Dippoldiswalde), Eltern Arbeiter; Volksschule, 1944-46 Handelsschule. 1946 KPD/SED; 1946-49 Lehre als Verwaltungsangestellter; 1949 Hilfssachbearbeiter in der DVdI, Abteilung Kader; 1949/50 Angehöriger der VP Berlin, Besuch der VP-Offiziersschule Torgau; 1951 Einstellung beim MfS Berlin, Abteilung VIII (Observation/Festnahmen); 1953 Versetzung zur HA IX (Untersuchungsorgan); 1954 Fernstudium an der Verwaltungsakademie für Richter und Staatsanwälte (nach dem ersten Semester abgebrochen); 1957 Abteilungsleiter in der HA IX; 1958/59 Bezirksparteischule; 1962-71 Fernstudium an der HU Berlin (1966-68 unterbrochen), Dipl.-Kriminalist; 1965 zur HV A für Sonderaufgaben abkommandiert; Juli 1965 stellvertretender Abteilungsleiter in der HV A; 1968 Versetzung zur AGM; April 1968 Leiter der Abteilung XII (Zentrale Auskunft/Speicher); 1971 Oberst; 1980 OibE der HA VII (MdI/DVP); 1989/90 Entlassung.
 
Lemme, Udo
19.9.1941
Leiter der Rechtsstelle
Geboren in Gießmannsdorf; 1960 Abitur; 1960-62 Wehrdienst; 1962-67 Studium an der MLU Halle-Wittenberg, Dipl.-Jurist; 1965 SED; 1967 Einstellung beim MfS, BV Halle, Abteilung XX (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund); 1970 Versetzung zur Rechtsstelle des MfS Berlin; 1977 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1978 stellvertretender Leiter, 1981 Leiter der Rechtsstelle; 1986 Oberst; 1990 Entlassung.
 
Ludwig, Egon
27.11.1929
Leiter des Büros der Leitung
Geboren in Neukirch (Kreis Bautzen); Volksschule; 1944-48 Lehre und Arbeit als Maschinenschlosser; 1945/46 KPD/SED; 1948 Einstellung bei der VP; 1951 Einstellung beim MfS als Propagandasekretär der SED-Kreisleitung; 1953 persönlicher Referent des Ministers; 1954-59 Fernstudium an der DASR Potsdam, Dipl.-Jurist; 1957 Sekretär des Kollegiums des MfS; 1961 Leiter des BdL; 1966 Vorsitzender der SG (Sportgemeinschaft) Dynamo Hohenschönhausen; 1978 Mitglied des Bundesvorstandes des DTSB; 1983 Generalmajor; Dezember 1989 von seinen Funktionen entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Luthardt, Franz
13.3.1929
Leiter der Abteilung IV (Vorbereitung von Sabotageakten)
Geboren in Steinach (Kreis Sonneberg), Vater Tüncher, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1943-49 Lehre und Arbeit als Eisenformer; 1946 SPD/SED; 1949 FDJ-Funktionär in Sonneberg; 1950 Referent für Jugendfragen beim Landrat in Sonneberg; 1951 Personalleiter der Kreisverwaltung Sonneberg; 1952 Einstellung bei der KVP; 1953 Offiziersschüler; 1955 Einstellung beim MfS, HA I (KVP/NVA); 1962 Versetzung zur Abteilung IV; 1962-68 Fernstudium an der HU Berlin, Dipl.-Kriminalist; 1965 stellvertretender Abteilungsleiter, 1966 Abteilungsleiter; 1978 Offizier für Sonderaufgaben in der AGM; 1987 Oberst; 1988 Leiter einer Arbeitsgruppe; 1989/90 Entlassung.
 
Machts, Horst
25.2.1932
Leiter der HVA-Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen)
Geboren in Gera, Vater Former; Volksschule; 1946-50 Lehre und Arbeit als Feinblechner in Gera; 1950 FDJ-Betriebssekretär, dann Abteilungsleiter in der FDJ-Kreisleitung Gera; 1951 SED; 1952 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung Eisenberg; 1956/57 Besuch der Komsomolhochschule in Moskau; 1957 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung Gera-Land; 1959 1. Sekretär der FDJ-Bezirksleitung Gera; 1964 Sonderbevollmächtiger beim Zentralrat der FDJ; 1965 Einstellung beim MfS, HVA-Abteilung III, 1973 stellvertretender Abteilungsleiter; 1979 Oberst; 1980 1. stellvertretender Abteilungsleiter, 1983 Abteilungsleiter; 1990 Entlassung.
 
Männchen, Horst
3.6.1935 - 12.1.2008
Leiter der Hauptabteilung III (Funkabwehr/ Funkaufklärung)
Geboren in Berggießhübel (Kreis Pirna), Vater Eisenformer, Mutter Chemielaborantin; 1953 Abitur, Einstellung beim MfS, Abteilung V (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund) der BV Dresden; 1953/54 Besuch eines Funkerlehrgangs des MfS; 1954 Versetzung zur HA S (operative Technik) des MfS Berlin; 1954 SED; 1960-65 Fernstudium an der Ingenieur-Schule Berlin-Lichtenberg und in Mittweida, Ingenieur für Hochfrequenztechnik; 1961 Entlassung aus disziplinarischen Gründen, bis 1963 jedoch inoffizielle Arbeit für das MfS; 1963 neuerliche Einstellung, Abteilung VIII (Funkaufklärung) der HV A des MfS Berlin; 1965 Versetzung zum BdL II (Unterstützung DKP/SEW); 1966-68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1966 Operativstab beim 1. Stellvertreter des Ministers; 1971 Leiter des Bereichs III (Funkaufklärung) beim 1. Stellvertreter des Ministers (später Abteilung bzw. HA III); 1974 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1979 Generalmajor; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Meinel, Wolfram
24.7.1943
Leiter der Arbeitsgruppe Bereich Kommerzielle Koordinierung
Geboren in Leipzig, Vater Kraftfahrer, Mutter Kontoristin; 1956-61 Kadettenschule Naumburg, Abitur; 1961-65 Studium an der KMU Leipzig, Dipl.-Jurist; 1963 SED; 1964 Werbung als IM; 1965 Einstellung beim MfS, Abteilung II (Spionageabwehr) der BV Leipzig; 1968 Versetzung zum MfS Berlin, HA II, 1979 stellvertretender Abteilungsleiter, 1983 Abteilungsleiter; im selben Jahr Leiter der AG Bereich Kommerzielle Koordinierung; 1985 Oberst; 1989 Offizier für Sonderaufgaben, HA XIX (Verkehr, Post, Nachrichtenwesen); 1989/90 Entlassung.
 
Mielke, Erich
28.12.1907 - 21.5.2000
Minister für Staatssicherheit
Geboren in Berlin, Vater Holzarbeiter, Stiefmutter Näherin; Besuch der 43. Gemeindeschule, anschließend bis 1924 Köllnisches Gymnasium in Berlin; 1921 KJV, 1924 Jugendorganisation des RFB; 1924-27 Ausbildung und Tätigkeit als Speditionskaufmann in Berlin; 1927 KPD, im Beruf tätig bei den Berliner Gütersammelstellen; 1927-31 bei der Firma Autofabag, Entlassung; 1928-31 Lokalreporter der „Roten Fahne“ und Mitglied des Parteiselbstschutzes; 1930 vier Tage U-Haft wegen Teilnahme an einer verbotenen Demonstration; 1931 tätig im Arbeitsamt Kreuzberg, Flucht in die UdSSR (nach der Ermordung von zwei Polizisten auf dem Berliner Bülowplatz), dort Besuch der Militärpolitischen Schule in Moskau; 1932-34 Lehrgang an der Lenin-Schule in Moskau; 1934/35 Ausbildung zum militärpolitischen Lektor der Lenin-Schule, anschließend bis 1936 dort tätig; September 1936-39 nach Spanien (Deckname „Fritz Leissner“), Soldat im Stab der 14. Internationalen Brigade, zum Kapitän befördert, Chef der Operationsabteilung der Brigade, danach Ausbildungsoffizier der 11. Internationalen Brigade in Albacete, dort Adjutant; März 1939-Mai 1940 in Belgien, Mitarbeiter bei der „Neuen Rheinischen Zeitung“, ab 1940 bei Informationsblättern für die belgische Emigration; Mai 1940-April 1941 in Frankreich interniert, danach bis Dezember 1943 in Südfrankreich unter anderem als Holzfäller tätig; legalisierte sich als Lette mit dem Namen „Richard Hebel“; mindestens 1940-43 Mitarbeit in der illegalen KPD-Leitung in Frankreich; Dezember 1943 verhaftet; Januar-Dezember 1944 Angehöriger der Organisation Todt; Januar-Mai 1945 Aufenthalt in der französischen und amerikanischen Zone. Juni 1945 Rückkehr nach Berlin, Leiter einer Polizeiinspektion; 1945/46 Abteilungsleiter Polizei und Justiz beim Zentralkomitee der KPD; Juli 1946-Oktober 1949 Vizepräsident der DVdI; 1949/50 Leiter der HV zum Schutz der Volkswirtschaft, Generalinspekteur; 1950-89 Mitglied des Zentralkomitees der SED; 1950-53 Staatssekretär im MfS; 1953-55 stellvertretender Staatssekretär, 1955-57 stellvertretender Minister für Staatssicherheit, seit November 1957 Minister für Staatssicherheit; 1953-89 1. Vorsitzender der SV (Sportvereinigung) Dynamo; 1954 VVO in Gold; 1958-89 Abgeordneter der Volkskammer; 1964 und 1967 Held der Arbeit; 1971 Kandidat, ab 1976 Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED; 1973 Lenin-Orden; 1973, 1977, 1982 und 1987 KMO; 1975 und 1982 Held der DDR; 1980 Armeegeneral; 7.11.1989 Rücktritt als Minister mit der Regierung Stoph; 8.11.1989 Rücktritt als Politbüro-Mitglied; 17.11.1989 Aufhebung des Abgeordnetenmandats; 3.12.1989 Ausschluß aus ZK und SED; ab 7.12.1989 U-Haft (mit kurzzeitiger Unterbrechung März 1990); 26.10.1993 Verurteilung zu sechs Jahren Gefängnis wegen der Polizistenmorde am Bülowplatz 1931; 1.8.1995 vorzeitige Haftentlassung auf Bewährung, Rentner.
Publ.: Sozialismus und Frieden - Sinn unseres Kampfes. Ausgewählte Reden und Aufsätze, Berlin 1987.
Sek.-Lit.: Jochen von Lang: Erich Mielke. Eine deutsche Karriere, Berlin 1991; Wilfriede Otto: Zur Biographie von Erich Mielke. Legende und Wirklichkeit, Berlin 1994; Heribert Schwan: Erich Mielke. Der Mann, der die Stasi war, München 1997.
 
Milke, Siegfried
2.1.1943
Leiter der HVA-Abteilung IV (Militärspionage)
Geboren in Wenigtreben (Kreis Bunzlau); 1961 Abitur; 1961-63 NVA; 1963 SED; 1963-68 Studium an der KMU Leipzig, Dipl.-Landwirt, 1968 dort wissenschaftlicher Assistent, 1973 Promotion zum Dr. agr., Verpflichtung als HIM der HV A; 1977 Einstellung beim MfS, HVA-Abteilung XII (NATO/EG), 1986 stellvertretender Abteilungsleiter; 1986 Oberstleutnant; 1987 Leiter der HVA-Abteilung IV (Militärspionage); 1990 Entlassung.
 
Mittag, Rudolf
31.3.1929
Leiter der Bezirksverwaltung Rostock
Geboren in Kamenz (Sachsen), Vater Unternehmer, Mutter Hausfrau; Volksschule, Handelsschule; 1945 RAD.
1945 Wald- und Hilfsarbeiter, dann kaufmännische Lehre; 1946 KPD/SED; 1947 VP-Kreisamt Kamenz, erst Verwaltungsangestellter, dann Übernahme in die K 5 (politische Polizei); 1949 Dienststelle Kamenz der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Sachsen (ab Februar 1950 Länderverwaltung Sachsen des MfS); 1950 Abteilung IV (Spionageabwehr); 1951-55 Tätigkeit in den Dienststellen Breitenbrunn, Schwarzenberg und Oberschlema der Objektverwaltung Wismut des MfS; 1954/55 Qualifikationslehrgang an der MfS-Schule Eberswalde; 1955 Leiter der Dienststelle Oberschlema, 1959 der Dienststelle Aue; 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1962 Stellvertreter Operativ des Leiters, 1970 Leiter der Objektverwaltung Wismut; 1975 Leiter der BV Rostock und Mitglied der SED-Bezirksleitung Rostock; 1985 VVO in Gold; 1989 Generalleutnant; 1990 Entlassung.
 
Mittenzwei, Harry
18.7.1931
Leiter der HVA-Abteilung XIX (Schulung/ Betreuung)
Geboren in Göbitz (Kreis Zeitz), Vater Maurer, Mutter Hausfrau; 1948 mittlere Reife; 1948-50 Schlosserlehre; 1950 SED, FDJ-Sekretär im Hydrierwerk Zeitz; 1951 Lehrlingsausbilder; 1952 Einstellung beim MfS, KD Zeitz, dann KD Hohenmölsen; 1954/55 Besuch der Schule Eberswalde; 1955 Versetzung zum MfS Berlin, HA II (Spionageabwehr); 1958/59 Besuch der Bezirksparteischule Kleinmachnow; 1960 Abteilung XXI (Innere Sicherheit); 1963 Versetzung zur KD Jena, 1965 Leiter einer operativen Arbeitsgruppe, 1968 stellvertretender KD-Leiter, 1975 KD-Leiter; 1978 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Gera; 1982 Oberst; 1984 Versetzung zum MfS Berlin, HV A, Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen); 1987 Leiter der HVA-Abteilung XIX; 1990 Entlassung.
 
Mittig, Rudi
26.1.1925-28.8.1994
Stellvertretender Minister für Staatssicherheit
Geboren in Reichenberg (CSR), Vater Fabrikbesitzer, Mutter Hausfrau; mittlere Reife; 1939-42 Ingenieur-Schule; 1943 RAD, Wehrmacht.
1945-49 sowjetische Gefangenschaft, 1948 Antifa-Schüler; 1950 Ingenieur-Schule, Ingenieur für Hochbau; 1950 SED; 1950-52 Statiker; 1952 Einstellung beim MfS, Abteilung III (Volkswirtschaft) der BV Potsdam, 1953 Leiter der Abteilung III; 1954 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Potsdam, 1955 Leiter; 1956-63 Mitglied der SED-Bezirksleitung Potsdam; 1964 Leiter der HA XVIII (Volkswirtschaft) des MfS Berlin; 1966-68 externes Studium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1975 stellvertretender Minister; 1975 VVO in Gold; 1976 Kandidat, 1986 Mitglied des Zentralkomitees der SED, Generaloberst; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Möller, Günter
28.3.1934
Leiter der Hauptabteilung Kader und Schulung
Geboren in Förtha (Thüringen), Vater Schlosser, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1948-52 Lehre und Arbeit als Werkzeugmacher; 1952 Einstellung beim MfS, KD Eisenach, dann Kursant an der Schule des MfS Potsdam-Eiche; 1952 SED; 1953 BV Gera, Abteilung IV (Spionageabwehr), dann KD Jena; 1954 Versetzung zur HA II (Spionageabwehr), MfS Berlin; 1964/65 Bezirksparteischule Eberswalde des MfS; 1965 stellvertretender Abteilungsleiter, dann Abteilungsleiter in der HA II; 1977 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1978 stellvertretender Leiter der HA II; 1982 Offizier für Sonderaufgaben, dann Leiter der HA Kader und Schulung; 1985 VVO in Gold; 1988 Generalleutnant; Januar-Mai 1990 Berater des Staatlichen Komitees zur Auflösung des AfNS.
 
Mühlner, Hans
25.12.1929
Leiter der Abteilung XVI (Bewachung der MfS-Haftanstalten)
Geboren in Mannichswalde (Kreis Gera), Vater Landarbeiter, Mutter Textilarbeiterin; Volksschule; 1944-48 kaufmännische Lehre. 1947 SED; 1948 Angestellter im Finanzamt Zwickau, dann im Spinnereibetrieb in Werdau; 1952 Einstellung beim MfS, KD Zwickau; 1953 Versetzung zum MfS Berlin, Abteilung XIV (U-Haft/Strafvollzug); 1960 Abteilung XVI (Bewachung der Haftanstalten); 1961/62 Bezirksparteischule Leipzig; 1963 stellvertretender Abteilungsleiter, 1968 Abteilungsleiter; 1968-74 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1975 stellvertretender Abteilungsleiter, 1978 Abteilungsleiter in der VRD; 1979 Oberst; 1989 stellvertretender Bereichsleiter; 1989/90 Entlassung.
 
Müller, Wilfried
8.5.1931
Leiter der Bezirksverwaltung Magdeburg
Geboren in Magdeburg, Vater Schuhmacher, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1945 Ausbildung zum Elektriker; 1948 Betriebselektriker in Magdeburg; 1949 SED; 1952 Einstellung beim MfS, KD Magdeburg, Abteilung VIII (Beobachtung/Ermittlung); 1954 Versetzung zur BV Magdeburg, Abteilung V (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund); 1955 Leiter der Abteilung VII (MdI/DVP); 1958/59 Besuch der Bezirksparteischule; 1964-66 Studium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1967 Stellvertreter Operativ des Leiters, 1977 Leiter der BV Magdeburg; 1981 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Neiber, Gerhard
20.4.1929
Stellvertretender Minister für Staatssicherheit
Geboren in Neutitschein (CSR), Vater Arbeiter; Mittelschule ohne Abschluß; 1945 Landarbeiter; 1948 Einstellung bei der VP, Revier Erfurt, dann Grenzkommandantur Gudersleben, danach Kripo Erfurt; 1949 Einstellung bei der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Thüringen (ab Februar 1950 Länderverwaltung Thüringen des MfS); 1950 KD Weimar; 1952 Versetzung zur Abteilung Politkultur der BV Erfurt; 1953 stellvertretender Leiter der Abteilung Politkultur der BV Schwerin; 1954 Leiter der Abteilung II (Spionageabwehr); 1955 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Schwerin; 1959 Stellvertreter Operativ des Leiters, 1960 Leiter der BV Frankfurt/Oder; 1960-65 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1961-80 Mitglied der SED-Bezirksleitung Frankfurt/Oder; 1970 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1980 stellvertretender Minister; 1982 Generalleutnant; 1988 VVO in Gold; Dezember 1989 von seinen Funktionen entbunden; 1990 Entlassung, Rentner. Ab 1993 zeitweilig U-Haft wegen des Verdachts der versuchten Entführung und des versuchten Mordes an einem geflüchteten Grenzsoldaten.
 
Niebling, Gerhard
16.7.1932
Leiter der Zentralen Koordinierungsgruppe Flucht/Übersiedung
Geboren in Marksuhl (Kreis Eisenach), Vater Bergmann, Mutter Hausfrau; 1950 SED; 1951 Abitur, dann Grubenarbeiter in der SAG Kaliwerk Heiligenroda; 1952 Einstellung beim MfS; 1952/53 Kursant der Schule des MfS Potsdam-Eiche; 1953 HA IX (Untersuchungsorgan), MfS Berlin; 1959/60 Besuch der Bezirksparteischule; 1964-68 Fernstudium an der HU Berlin, Dipl.-Kriminalist; 1965 stellvertretender Abteilungsleiter, dann Abteilungsleiter, 1979 stellvertretender Leiter der HA IX, Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1983 Leiter der ZKG; 1984 Generalmajor; 1990 Entlassung; bis Mai 1990 Berater des Staatlichen Komitees zur Auflösung des AfNS.
 
Opitz, Willi
25.7.1928
Rektor der Juristischen Hochschule des MfS
Geboren in Goddula-Vesta (bei Merseburg), Vater Konditor und Maurer, Mutter Landarbeiterin; Volksschule; 1943-47 Lehre als Verwaltungsangestellter, dazwischen 1944 RAD; 1945 amerikanische Gefangenschaft. 1946 KPD/SED; 1948 Einstellung bei der VP, Kreisamt Merseburg; 1951 Einstellung beim MfS, Länderverwaltung Sachsen-Anhalt, dann Objektverwaltung Wismut, Abteilung Politkultur bzw. Kreisleitung der SED; 1954 stellvertretender Leiter der Abteilung V (Staatsapparat, Kirchen, Untergrund), 1955 der Abteilung C; 1957 Leiter der Dienststelle Aue; 1959 Lehrer, 1960 Lehrstuhlleiter an der JHS Potsdam-Eiche; 1960-66 Fernstudium an der HU Berlin, Dipl.-Jurist; 1966 Offizier für Sonderaufgaben; 1967 Brigadeleiter in der Abteilung Anleitung und Kontrolle (später Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe) des MfS Berlin, 1975 dort stellvertretender Bereichsleiter, 1976 Arbeitsgruppenleiter, Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1985 erneut Offizier für Sonderaufgaben, dann Rektor der JHS Potsdam-Eiche, Berufung zum Professor, Dr. sc. jur.; 1986 Generalmajor; Dezember 1989 von seinen Funktionen entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Petrich, Hermann
1.2.1934
Leiter der Arbeitsgruppe E (operative Technik) beim Stellvertreter des Ministers
Geboren in Cunewalde (Kreis Löbau), Vater selbständiger Malermeister, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1948-51 Lehre als Fernmeldebauhandwerker; 1951-55 Arbeit als Funkmechaniker; 1955 SED, Einstellung bei der Bereitschaftspolizei Berlin, Unteroffizier; 1957 Techniker bzw. Oberreferent im Ministerium für Post- und Fernmeldewesen; 1963 Schichtleiter im Funkamt Königs Wusterhausen; 1964-67 Fernstudium an der Ingenieurschule für Post- und Fernmeldewesen in Leipzig, Funkingenieur; 1967 Einstellung beim MfS, Abteilung XX (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund) der BV Potsdam; 1969 Versetzung zur AG E (operative Technik); 1973 Offizier für Sonderaufgaben; 1978 Leiter der AG E; 1982 Oberstleutnant; 1989/90 Entlassung.
 
Pierschel, Manfred
10.7.1931
Leiter der Objektverwaltung Wismut
Geboren in Oberneuschönberg (Kreis Marienberg); Volksschule; 1945/46 Höhere Handelsschule, dann Lehre als Verwaltungsangestellter, Gemeinderat Oberneuschönberg und Rat der Stadt Olbernhau; 1949 SED; 1952 Einstellung beim MfS, KD Marienberg; 1952/53 Lehrgang an der Schule Potsdam-Eiche; 1953 Abteilung IX (Untersuchungsorgan) der BV Leipzig; 1959/60 Lehrgang an der Bezirksparteischule Leipzig; 1960 stellvertretender Leiter der Abteilung IX der BV Karl-Marx-Stadt; 1963-68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1964 Leiter der Abteilung VII (MdI/DVP) der BV Karl-Marx-Stadt, 1975 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV; 1981 Offizier für Sonderaufgaben, dann Leiter der Objektverwaltung Wismut; 1982 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Karl-Marx-Stadt und Leiter der Abteilung Wismut; 1986 Leiter der Abteilung XIV (U-Haft/Strafvollzug) der BV; 1989/90 Entlassung.
 
Pommer, Heinz
24.3.1929
Leiter des Büros der Zentralen Leitung der SV (Sportvereinigung) Dynamo
Geboren in Gera, Vater Heizer, Mutter
Hausfrau; Volksschule; 1943-46 Ausbildung und Arbeit als Bauschlosser; 1947 Bau- und Transportarbeiter; 1948 Einstellung bei der VP, Inspektion Thüringen/Ost; 1948 SED; 1949/50 Besuch der VP-Schule für Kriminalistik; 1951 Einstellung beim MfS, KD Gera, dann Abteilung IX (Untersuchungsorgan) der Länderverwaltung Thüringen; 1952 stellvertretender Abteilungsleiter, 1954 Leiter der Abteilung IX der BV Leipzig; 1960-63 Fernstudium an der DASR Potsdam, 1964-66 an der HU Berlin, Dipl.-Jurist; 1964 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Leipzig; 1973 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1975 Offizier für Sonderaufgaben, dann Leiter der BV Suhl; 1980 Generalmajor; 1981 Offizier für Sonderaufgaben; 1982 Leiter des Büros der Zentralen Leitung der SV Dynamo Berlin; November 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Pösel, Willy
13.5.1923-1993
Rektor der Hochschule des MfS
Geboren in Calbe (Saale), Vater Bergarbeiter, Mutter Tabakarbeiterin; Volksschule; 1937-42 kaufmännischer Lehrling bzw. Angestellter; 1942 RAD, dann Wehrmacht. 1945 sowjetische Gefangenschaft, Antifa-Schüler; 1948 SED, Leiter der Kreisparteischule Bad Kösen; 1950 Einjahreslehrgang an der PHS; 1951 Einstellung beim MfS, stellvertretender Leiter der Schule des MfS Potsdam-Eiche; 1956-61 Fernstudium an der DASR Potsdam, Dipl.-Staatswissenschaftler; 1959 Leiter der JHS Potsdam-Eiche (ab 1965 Rektor); 1961/62 für operativen Einsatz in der HA V (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund) entbunden; 1964/65 freigestellt, Promotion an der DASR Potsdam, Dr. jur.; Juni-Oktober 1967 zur Fertigstellung der Habilitationsschrift freigestellt, Habilitation an der JHS Potsdam-Eiche; 1969 Berufung zum Professor für Rechtswissenschaften; 1971 Generalmajor; 1985 wegen Krankheit von seiner Funktion entbunden, VVO in Gold; 1986 Entlassung, Rentner.
 
Prosetzky, Werner
21.9.1929
Stellvertretender Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung
Geboren in Friedrichsthal (Kreis Oranienburg), Vater Arbeiter, Mutter Schneiderin; Volksschule, Handelsschule; 1945 Angestellter beim Rat der Gemeinde Friedrichsthal; 1947 SED; 1949 Mitarbeiter der FDJ-Kreisleitung Bernau, 1950 der FDJ-Kreis-leitung Belzig; 1952 Besuch der Landesparteischule Scherwitz; 1953 Einstellung beim MfS, HA XV (später HV A), 1954 dort stellvertretender Abteilungsleiter; 1969-72 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1971 Leiter der Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen); 1983 stellvertretender Leiter der HV A; 1984 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Rataizick, Siegfried
29.5.1931
Leiter der Abteilung XIV (U-Haft/Strafvollzug)
Geboren in Halle (Saale), Pflegevater Lokführer; Volksschule; 1945 Lehre und Arbeit als Klempner; 1950 Kraftfahrer; 1951 SED; Einstellung beim MfS, Wachmann in der Länderverwaltung Sachsen-Anhalt; 1950 Versetzung zum MfS Berlin, Abteilung XIV (U-Haft/Strafvollzug); 1957/58 Bezirksparteischule Bad Blankenburg; 1962 stellvertretender Leiter, 1963 Leiter der Abteilung XIV; 1964-68 Fernstudium an der HU Berlin, Dipl.-Kriminalist; 1975 Oberst; 1984 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1990 Entlassung.
 
Reinhold, Helmut
26.9.1932
Leiter der HVA-Abteilung VI (Ausbildung, Legalisierung)
Geboren in Friedrichsgrün, Volksschule; 1947-50 Lehre als kaufmännischer Angestellter; 1950-52 ABF; 1952 SED; 1952-55 Studium an der HU Berlin; 1955 Einstellung beim MfS, Kursant an der HVA-Schule; 1956 HVA-HA I (politische Spionage); 1959 HVA-Abteilung I (Staatsapparat der BRD), 1975 stellvertretender Leiter; 1979 Oberst; 1980 Leiter der HVA-Abteilung VI; 1990 Entlassung.
 
Rogalla, Jürgen
19.2.1933
Leiter der HVA-Abteilung XI (Nordamerika)
Geboren in Rostock; Volksschule, Oberschule (nicht abgeschlossen); 1948-51 kaufmännischer Lehrling; 1951 Einkäufer beim VEB Hochseefischerei; Oktober-Dezember 1951 erwerbslos, dann Einstellung beim MfS, Abteilung III (Volkswirtschaft) der Länderverwaltung Mecklenburg; 1952/53 Lehrgang an der MfS-Schule Potsdam-Eiche; März 1953 Versetzung zur HA IX (Untersuchungsorgan), MfS Berlin; Oktober 1953 stellvertretender Leiter der Abteilung IX der BV Schwerin; 1954 SED; 1955-59 Fernstudium an der DASR, Dipl.-Jurist; 1959/60 Lehrgang an der HVA-Schule; 1960/61 als OibE im Diplomatischen Dienst; 1961 HVA-Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen), Leiter einer Beratergruppe in Ghana (Deckname Jürgen Krüger), 1966 nach dem Sturz Nkrumahs Verhaftung, Austausch; 1967 stellvertretender Leiter der Abteilung III; 1971 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1971 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung XII (NATO/EG); 1973 Leiter der HVA-Abteilung XI; 1975 Oberst; 1990 Entlassung.
 
Rösler, Klaus
21.9.1926
Leiter der HVA-Abteilung XII (NATO/EG) Geboren in Pethau (Kreis Zittau), Vater Buchhalter; Oberschule (ohne Abschluß); 1944 RAD, dann Wehrmacht. 1945-49 sowjetische Gefangenschaft, Anti-fa-Schüler; 1949 Rückkehr, FDGB-Funktionär; 1950 SED; 1951 Redakteur bei der „Lausitzer Rundschau“; 1952 Einstellung beim APN (ab 1953 HA XV, ab 1956 HV A des MfS), Kursant der APN-Schule; Oktober 1952 HA I (politische Spionage); 1955 HA XV, Abteilung III (Vorbereitung von Sabotageakten); 1962 stellvertretender Abteilungsleiter; 1966-69 Teilstudium Pädagogik/Psychologie an der KMU Leipzig; 1971 Leiter der HVA-Abteilung XII; 1972 Oberst; 1987 VVO in Gold; 1990 Entlassung.
 
Rößler, Christian
1.2.1935
Leiter der Arbeitsgruppe des HVA-Leiters
Geboren in Zittau, Vater Angestellter; Volksschule; 1949-52 Lehre und Arbeit als Bergmaschinist; 1952 Einstellung bei der KVP; 1952-54 Offiziersschule Erfurt; 1954 Hauptstab für Ausbildung der KVP; 1956 SED; 1958 Stellvertreter für Technik im Panzer-Ausbildungs-Bataillon in Spremberg; 1962/63 Qualifizierungslehrgang für Techniker im allgemeinen Maschinenbau; 1963 Einstellung beim MfS, HA I (Militärabwehr); 1970-73 Studium an der Militärakademie „Friedrich Engels“, Dipl.-Militärwissenschaftler; 1979 Offizier für Sonderaufgaben beim Stab der HV A; 1981 Leiter der AG des Leiters; 1984 Oberst; 1990 Entlassung.
 
Rosulek, Kurt
27.5.1929
Leiter der Hauptverwaltung B (Bewirtschaftung)
Geboren in Niederwittig (Kreis Reichenberg/CSR), Vater Elektromonteur, Mutter Weberin; mittlere Reife; 1943/44 Handelsschule in Reichenbach; 1944 Kriegshilfsdienst, 1945 Wehrmacht. 1945/46 sowjetische Gefangenschaft; 1947 SED, Vermessungsgehilfe und Landarbeiter, dann Lehrgänge an der FDJ-Bezirksschule Friedrichsroda und FDJ-Landesschule Zenisdorf; 1948 ebendort Lehrer; 1949 Leiter der FDJ-Betriebsjugendschule Maxhütte Unterwellenborn, dann dort Arbeit als Schmelzer; 1949/50 Lehrer an der FDJ-Landesschule Erfurt und Pionierleiterschule Schwarzburg; 1950 Einstellung beim MfS, Länderverwaltung Thüringen; 1951 Untersuchungsführer in der Abteilung IX (Untersuchungsorgan); 1952 Leiter der Abteilung IX der BV Erfurt; 1955-60 Fernstudium an der DASR Potsdam-Babelsberg, Dipl.-Jurist; 1959 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Erfurt, 1961 der BV Frankfurt/Oder; 1965 Leiter der HV B, MfS Berlin; 1967 Oberst; 1973 Offizier für Sonderaufgaben in der AGM, 1978 AGM/S, 1988 Abteilung XXIII (militärische Spezialaufgaben), 1989 HA XXII (Terrorabwehr); 1989/90 Entlassung.
 
Roth, Heinz
13.7.1931
Leiter der Abteilung XII (Zentrale Auskunft/Speicher)
Geboren in Mittelschmalkalden (Thüringen), Vater Kernmacher, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1945-49 Ausbildung zum Maschinenschlosser; 1949 Einstellung bei der VP; 1952 Schule der KVP, SED; 1953 Adjutant bei der Politverwaltung der KVP, dann Politstellvertreter der II. Kompanie der II. Abteilung Strausberg II der KVP; Politstellvertreter der Wachabteilung in Strausberg II; 1955/56 Politoffiziersschule der NVA; 1956 Einstellung beim MfS Berlin, HA I (Militärabwehr); 1961-64 Dreijahreslehrgang an der Hochschule des MfS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1964 Versetzung in die HA VII (MdI/DVP); 1969 Stellvertreter des Leiters der HA VII; 1975 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1976 Oberst; 1980 Leiter der Abteilung XII (Zentrale Auskunft/ Speicher) des MfS Berlin; 1990 Entlassung.
 
Rümmler, Erich
17.4.1930
Leiter der Arbeitsgruppe des Ministers Geboren in Pockau (Kreis Marienberg), Vater Glaser, Mutter Hausgehilfin; Volksschule; 1944-48 Lehre und Arbeit als Holzmaschinenwerker; 1947 SED; 1948 Einstellung bei der VP; 1951 Einstellung beim MfS, HA I (VP-Bereitschaften); 1961 Vorstudienfakultät Naumburg; 1962-64 Kursant der Militärakademie „Friedrich Engels“, Dipl.-Militärwissenschaftler; 1964/65 Praktikant als stellvertretender Stabschef im Mot.-Schützen-Regiment 7 der NVA; 1965 stellvertretender Abteilungsleiter, 1966 Abteilungsleiter in der HA I (Militärabwehr); 1968 Abteilungsleiter in der AGM, 1980 stellvertretender Leiter; 1983 Generalmajor, 1. Stellvertreter des Leiters, 1987 Leiter der AGM; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Schickart, Helmut
17.4.1931
Leiter der Bezirksverwaltung Potsdam
Geboren in Dresden, Vater Bäcker; Volksschule; 1945/46 Ausbildung zum Maler; 1946-52 Arbeiter bzw. Maler; 1950 SED; 1952 Einstellung bei der VP, Betriebsschutzmann, Kreisamt Hoyerswerda; 1954 Einstellung beim MfS, KD Hoyerswerda, 1956 stellvertretender Leiter der KD; 1962 Leiter der KD Weißwasser; 1964 Leiter der Abteilung XVIII (Volkswirtschaft) der BV Cottbus; 1964-69 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1975 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Cottbus; 1983 Offizier für Sonderaufgaben beim Leiter der BV Potsdam, 1985 deren Leiter, Mitglied der SED-Bezirksleitung Potsdam, Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Schmidt, Günter
13.1.1929
Leiter des Operativ-technischen Sektors
Geboren in Johanngeorgenstadt (Erzgebirge), Vater Gasmeister, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1943-46 Lehre als Fernmeldetechniker. 1946 KPD/SED; 1948-51 Ingenieur-Schule Zwickau, Elektroingenieur; 1951 Leiter eines Fernmeldeamtes, dann im Ministerium für Post- und Fernmeldewesen tätig; 1952/53 Fernstudium Elektro- und Nachrichtentechnik an der TU Dresden, abgebrochen; 1953 Einstellung beim MfS Berlin, Abteilung VI (Staatsapparat/Parteien), dann Versetzung zur Abteilung S (Sicherstellung); 1957 stellvertretender Leiter der Abteilung O (Operativ-technische Kontrollmaßnahmen); 1959 Büro der Leitung/E; 1960 Leiter der Abteilung 26 (Telefonüberwachung); 1962/63 Lehrgang an der Bezirksparteischule Kleinmachnow; 1963 stellvertretender Leiter, 1965/66 kommissarischer Leiter, 1966-68 1. stellvertretender Leiter, 1968 Leiter des OTS; 1967-70 Fernstudium an der HU Berlin, Dipl.- Kriminalist; 1974 VVO in Gold; 1979 Generalmajor.
 
Schmidt, Heinz
17.6.1930
Leiter der Bezirksverwaltung Halle
Geboren in Bad Düben (Kreis Eilenburg), Vater Schlosser, Mutter Landarbeiterin; Volksschule; 1945-48 kaufmännische Lehre; 1948-51 Justizangestellter beim Amtsgericht Bitterfeld; 1949 SED; 1951 Sachbearbeiter für Landwirtschaft in der Stadtverwaltung Düben; 1952 Einstellung beim MfS, KD Bitterfeld; 1955 Arbeitsgruppe MTS der BV Halle des MfS; 1956 Abteilung III (Volkswirtschaft); 1958-60 Zweijahreslehrgang an der Hochschule des MfS Potsdam-Eiche; 1962 stellvertretender Leiter der Abteilung III (ab 1964 HA XVIII), 1964 Leiter; 1965 Leiter der AG Anleitung und Kontrolle, 1969 Stellvertreter Operativ des Leiters; 1969-72 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1971 kommissarischer Leiter, 1972 Leiter der BV Halle des MfS; 1974 Mitglied der SED-Bezirksleitung Halle; 1975 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1979 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Schmutzler, Gerhard
21.1.1930
Leiter der HVA-Abteilung IV (Militärspionage)
Geb. in Zwickau, Vater Bergarbeiter, Mutter ohne Beruf; Volksschule. 1944-47 Lehre als Rechtsanwaltsgehilfe, 1947 Einstellung bei der Polizei, Kreisamt Zwickau; 1948 SED; 1948 Lagerleiter beim FDJ-Kreisvorstand Zwickau; dann FDJ-Instrukteur bzw. -Sekretär; 1949 Abteilungsleiter beim FDJ-Landesvorstand Sachsen; 1951 Jahreslehrgang an der SED-Landesparteischule Meißen; 1952 Hauptabteilungsleiter in der Landesregierung Sachsen; Sept. 1952 2. Sekretär der GST-Bezirksleitung Dresden; 1954 Einstellung beim MfS, Abteilung V (Staatsapparat, Kirchen, Untergrund) der BV Dresden; 1956 Leiter der Abteilung XV (Auslandsspionage); 1958 Versetzung zur HVA-HA II (Westalliierte), MfS Berlin; 1959 HVA-Abteilung IV (Militärspionage); 1969 Dipl.-Staatswissenschaftler; 1975 Oberst; 1975/76 kommissarischer Leiter; 1976 stellv. Leiter; 1977 Leiter der HVA-Abteilung IV; 1983 Offizier für Sonderaufgaben beim stellv. Leiter der HVA; 1989/90 Entlassung.
 
Schramm, Gotthold
20.3.1932
Leiter der HVA-Abteilung XVIII (Vorbereitung von Sabotageakten)
Geboren in Schwarzbach (Erzgebirge); 1946-48 Wirtschaftsoberschule, mittlere Reife; 1948-50 Lehre als Verwaltungsangestellter, dann Abteilungsleiter Planung beim Rat der Stadt Chemnitz; 1952 SED, Einstellung beim MfS, BV Chemnitz/Karl-Marx-Stadt; 1953 stellvertretender Leiter der Abteilung Verwaltung und Wirtschaft; 1954/55 Besuch der HVA-Schule; 1955 Versetzung zur HVA-Abteilung IV (Wirtschaftsspionage); 1956 persönlicher Referent des HVA-Leiters; 1958 HVA-Abteilung I (politische Spionage); 1962-68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1963 Leiter einer Operativgruppe der HA II (Spionageabwehr), 1963 dort stellvertretender Abteilungsleiter; 1969 HVA-Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen), 1970 dort stellvertretender Leiter; 1974 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung IX (Gegenspionage); 1976 Oberst; 1986 Leiter der HVA-Abteilung XVIII (Vorbereitung von Sabotageakten); 1990 Entlassung.
 
Schröder, Werner
19.2.1929
Leiter der Zentralen Arbeitsgruppe Geheimnisschutz
Geboren in Hartmannsdorf; Volksschule; 1943-45 Lehre als technischer Zeichner, kein Abschluß; 1945 HJ-Wehrertüchtigungslager. 1945 KPD; 1945/46 arbeitslos; 1946 Schlosser, dann nach Lehrabschluß technischer Zeichner; 1950 Einstellung beim MfS, KD Flöha; 1951 Kursant, 1952 Lehrer an der Schule des MfS Potsdam-Eiche; 1954 Lehrstuhlleiter an der MfS-Schule Eberswalde; 1956 Schulleiter der MfS-Schule Teterow; 1958 Versetzung zur HA V (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund) des MfS Berlin, 1959 Abteilungsleiter; 1969 Dipl.-Jurist an der JHS Potsdam-Eiche; 1970 stellvertretender Leiter der Zentralen Arbeitsgruppe Geheimnisschutz (ZAGG); 1973 Oberst; 1975 Leiter der ZAGG; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung; Rentner.
 
Schütt, Harry
4.11.1930
Leiter der HVA-Abteilung IX (Gegenspionage)
Geboren in Stettin; Volksschule. 1945-49 Lehre und Arbeit als Kaufmann; 1949 Verkaufsstellenleiter in Grevesmühlen; 1949 SED; 1950 Einstellung bei der VP-See, Kadersachbearbeiter; 1951 Einstellung beim MfS, Abteilung I (Militärabwehr) in Rostock; 1956 Versetzung zur HVA-HA I (politische Spionage), MfS Berlin, dann HVA-Abteilung IV (Wirtschaftsspionage), 1962 stellvertretender Leiter, 1966 Leiter; 1967-70 Fernstudium an der HU Berlin, Dipl.-Kriminalist; 1975/76 Besuch der Parteihochschule der KPdSU; 1977 Leiter der HVA-Abteilung IX; 1980 VVO in Gold; 1988 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Schwager, Erich
9.1.1939
Leiter der Abteilung Bewaffnung/Chemischer Dienst
Geboren in Wien, Vater Schlosser, Mutter Schneiderin; mittlere Reife; 1954-56 Lehre als Betriebsschlosser; 1956-62 NVA, zuletzt Zugführer; 1962 Einstellung beim MfS, HA I (Militärabwehr); 1966-69 Studium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1971-75 Studium an der Militärakademie „Frunse“ in Moskau; 1975 stellvertretender Leiter der Abteilung Äußere Abwehr des MfS, 1979 dort Leiter des Bereichs Grenzkommando Nord; 1983 Offizier für Sonderaufgaben in der HV A, Abteilung III (legal abgedeckte Residenturen); 1987 Oberst, Offizier für Sonderaufgaben; 1988 Leiter der Abteilung BCD; 1990 Entlassung.
 
Schwanitz, Wolfgang
26.6.1930
Stellvertretender Minister für Staatssicherheit; Leiter des Amtes für Nationale Sicherheit
Geboren in Berlin, Eltern Bankangestellte; mittlere Reife; 1949-51 Ausbildung zum Großhandelskaufmann; 1951 SED, Mitarbeiter des MfS; 1954 Leiter der KD Berlin-Pankow, dann KD Berlin-Weißensee; 1956 stellvertretender Leiter, 1958 Leiter der Abteilung II (Spionageabwehr) der Verwaltung Groß-Berlin; 1960-66 Fernstudium an der DASR und der HU Berlin, Dipl.-Jurist; 1966 Stellvertreter Operativ des Leiters der Verwaltung Groß-Berlin; 1973 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1974-86 Leiter der BV Berlin und Mitglied der SED-Bezirksleitung Berlin; 1984 Generalleutnant; 1986 Stellvertreter des Ministers; 1986-89 Kandidat des Zentralkomitees der SED; November 1989 Leiter des Amtes für Nationale Sicherheit, 14.12.1989 beurlaubt; Januar 1990 Entlassung.
 
Schwarz, Josef
2.7.1932
Leiter der Bezirksverwaltung Erfurt
Geboren in Prag, Stiefvater Heizer, Mutter Blumenbinderin; Volksschule ohne Abschluß; 1946-49 Landwirtschaftslehre; 1949-52 Schüler an der Fachschule für Landwirtschaft, Landwirt; 1950 SED; 1952-55 Studium an der DASR, Dipl.-Wirtschaftler; 1955 Einstellung beim MfS, BV Potsdam, Abteilung III (Volkswirtschaft); 1962-68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1968 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Schwerin; 1972 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1982 Leiter der BV Erfurt, 2. Vorsitzender der SED-Bezirksleitung Erfurt; 1983 Generalmajor; 1988 VVO in Gold; 1990 Entlassung.
Publ.: Bis zum bitteren Ende, Schkeuditz 1994; Zu Unrecht vergessen. Felix Halle und die deutsche Justiz, Schkeuditz 1997.
 
Sommer, Manfred
10.8.1932
Leiter des Zentralen Operativstabs Geboren in Dresden, Vater Kaufmann, Mutter Verkäuferin; Volksschule; 1947 Lehre, danach Arbeit als Buchdrucker; 1952 SED, Einstellung beim MfS, KD Großenhain; 1953/54 Einjahreslehrgang an der Schule des MfS Potsdam-Eiche; 1954 Versetzung zur HA V (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund) des MfS Berlin; 1960/61 Bezirksparteischule Cottbus; 1970 Versetzung zum Zentralen Operativstab (ZOS), 1980 dort stellvertretender Leiter, Oberst; 1985 Leiter des ZOS; Januar 1990 Entlassung.
 
Strobel, Rudi
24.11.1928
Leiter der Abteilung M (Postkontrolle)
Geboren in Altenhain, Vater Arbeiter; Volksschule; 1943 kaufmännische Lehre; 1944 RAD; 1945 KPD; 1945-47 Arbeiter; 1947 FDJ-Sekretär; 1948 Einstellung bei der VP, Grenzpolizei, dann Bereitschaftspolizei; 1950 Mitarbeiter der HV für Ausbildung des MdI; 1951 Einstellung beim MfS als operativer Mitarbeiter der HA I (VP-Bereitschaften), technischer Mitarbeiter in der Schule des MfS Potsdam-Eiche; 1954 Versetzung zur HA II (Spionageabwehr), 1959 dort Abteilungsleiter; 1962-65 Leiter der Operativgruppe Moskau des MfS; 1965 Leiter der Abteilung M (Postkontrolle); 1970/71 und 1973-77 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1985 Generalmajor; 1988 VVO in Gold; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Süß, Manfred
10.11.1930
Leiter des HVA-Sektors Wissenschaft und Technik
Geboren in Pirna (Kreis Dresden), Vater Müller; 1950 Abitur; 1950/51 Instrukteur im FDJ-Landesvorstand Sachsen; 1951-55 Studium an der TH Dresden, Chemiker; 1952 SED; 1955 Einstellung beim MfS; 1955/56 Besuch der Schule der HA XV (später HV A); 1956 HVA-HA IV (Wirtschaftsspionage, ab 1959 Abteilung V); 1967-73 Fernstudium an der PHS, Dipl.-Gesellschaftswissenschaftler; 1973 Leiter der HVA-Abteilung XIV (Elektronik- und Optikspionage), dann der Abteilung V; 1978 Oberst; 1981 stellvertretender Leiter des Sektors Wissenschaft und Technik (SWT), dann Leiter der HVA-Abteilung XIII (Atom- und Kosmos-spionage), 1983 wieder stellvertretender Leiter, 1989 Leiter des SWT; 1990 Entlassung.
 
Tauchert, Heinrich
24.1.1934
Stellvertretender Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung
Geboren in Dauerthal, Vater Melker; Volksschule; 1948 Landarbeiter; 1951/52 Besuch der Jugend-Hochschule Bogensee; 1952 SED, 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung Lübben; 1953 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung Senftenberg; 1954 1. Sekretär der FDJ-Kreisleitung Lübben; 1955/56 Besuch der Komsomol-Hochschule in Moskau; 1959 2. Sekretär, 1961 1. Sekretär der FDJ-Bezirksleitung Cottbus; 1965 Einstellung beim MfS, HV A; 1973 stellvertretender Abteilungsleiter, 1983 Leiter der Abteilung IV (Militärspionage); 1987 stellvertretender Leiter der HV A; 1989 Generalmajor; 1990 Entlassung.
 
Uhlig, Reinhard
28.10.1935
Leiter des Haftkrankenhauses des MfS
Geboren in Lugau (Kreis Stollberg), Vater Bauschlosser; 1952 SED; 1955 Abitur, KVP, Studium der Militärmedizin an der EMAU Greifswald; 1961 Einstellung beim MfS, Haftkrankenhaus, 1962 Leiter; 1964-69 wegen Facharztausbildung von Leitung entbunden, im Klinikum Berlin-Buch tätig; 1969 Oberarzt/Internist im ZMD; 1973 Chefarzt; 1975 OibE, Ärztlicher Direktor des VP-Krankenhauses Berlin; 1985 Generalmajor; 1989 Entlassung als OibE.
 
Vogel, Horst
11.5.1931
1. stellvertretender Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung
Geboren in Theißen (Kreis Zeitz), Vater Schlosser; Volksschule; 1945-49 Ausbildung zum Schlosser; 1948 SED; 1949-52 ABF; 1952-55 Studium; 1955 Einstellung beim MfS; 1955/56 Besuch der Schule der HV A; 1968-70 Chemiestudium an der TH Leuna-Merseburg; 1970 stellvertretender Leiter, 1971 Leiter der Abteilung XIII (Grundlagenforschung) der HV A; 1975 Leiter des Sektors Wissenschaft und Technik; 1983 außerdem stellvertretender Leiter der HV A; 1987 Generalmajor; 1989 1. stellvertretender Leiter der HV A; 1990 Entlassung.
 
Volpert, Heinz
21.12.1932-15.2.1986
Leiter des Sonderaufgabenbereichs Devisenbeschaffung/Häftlingsfreikauf
Geboren in Rastenberg (Kreis Sömmerda); Volksschule; 1947-50 Lehre als landwirtschaftlicher Gehilfe; 1948 SED; 1950 Einstellung bei der VP, Schutzpolizei Weimar; 1951 Einstellung beim MfS, Länderverwaltung Thüringen, Kraftfahrer; 1951/52 Lehrgang an der Schule Potsdam-Eiche; 1952 KD Rudolstadt, dann stellvertretender Leiter der Abteilung V (Untergrund) der BV Gera; 1954 stellvertretender Abteilungsleiter in der HA V, MfS Berlin, 1956 Abteilungsleiter; 1960-65 Fernstudium an der Hochschule des MfS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1964 stellvertretender Leiter der HA XX (Staatsapparat, Kirchen, Untergrund); 1969 Versetzung zum Büro der Leitung (ab 1971 zum Sekretariat des Ministers) „zur Durchführung von Sonderaufgaben“ (Devisenbeschaffung, Häftlingsfreikauf); 1970 Promotion zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche (gemeinsam mit Alexander Schalck-Golodkowski); 1972 Oberst; 1975 VVO in Gold.
 
Wagenbreth, Rolf
28.6.1929
Leiter der HVA-Abteilung X (Desinformation)
Geboren in Breitenbach (Kreis Zeitz); Volksschule; 1943-46 Lehre und Arbeit als landwirtschaftlicher Rechnungsführer. 1945/46 KPD/SED; 1946 Angestellter beim Rat der Stadt Zeitz; 1949 Einstellung bei der VP, Schüler, dann Lehrer an der VP-Schule Torgau; 1950 Einstellung beim MfS, Abteilung I (Militärabwehr); 1952/53 Lehrgang an der Landesparteischule Schwerin; 1953 Leiter der Abteilung Politkultur der BV Frankfurt/Oder, dann Stellvertreter Operativ des Leiters der BV; 1954 Leiter der KD Beeskow; 1954-61 Fernstudium an der PHS, Dipl.-Gesellschaftswissenschaftler; 1955 Leiter der Abteilung XV (Auslandsspionage) der BV Frankfurt/Oder; 1958 Referatsleiter in der HVA-HA II (Westalliierte), MfS Berlin; 1961 stellvertretender Leiter der HVA-Abteilung VII (Auswertung/Information); 1966 Leiter der HVA-Abteilung X; 1972 Oberst; 1990 Entlassung.
 
Weihmann, Manfred
16.4.1938
Leiter der Verwaltung Rückwärtige Dienste
Geboren in Halle (Saale), Vater Schriftsetzer, Mutter Schneiderin; Volksschule; 1952-56 Lehre und Arbeit als Hauer; 1954 SED; 1956 Einstellung beim MfS, KD Halle-Saale-Kreis, dann Zweijahreslehrgang an der Hochschule des MfS Potsdam-Eiche; 1958 KD Bitterfeld; 1961 KD Merseburg; 1966 Versetzung zur Abteilung XVIII (Volkswirtschaft) der BV Halle; 1966-72 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1969 stellvertretender Leiter der BV Halle; 1971 persönlicher Beauftragter des Leiters der Abteilung Verwaltung Rückwärtige Dienste (VRD) des MfS Berlin; 1974 stellvertretender Leiter der VRD; 1980 Oberst; 1989 Leiter der VRD; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung.
 
Wiese, Karl-Heinz
25.4.1935
Leiter der Fahndungsführungsgruppe
Geboren in Kleinoschersleben (Kreis Magdeburg), Vater Kraftfahrer; Volksschule; 1949-54 Lehre und Arbeit als Böttcher; 1954 Einstellung beim MfS, KD Rathenow; 1954/55 Lehrgang an der Schule Potsdam-Eiche; 1955 HA V (Staatsapparat, Kirchen, Kultur, Untergrund), MfS Berlin; 1961 Versetzung zur HA VII (MdI/DVP); 1962 AG Paßwesen/Fahndung; 1964-67 Studium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jurist; 1967 HA Paßkontrolle/Fahndung; 1971 Fahndungsführungsgruppe, 1980 stellvertretender Leiter, 1986 Leiter; 1987 Abteilungsleiter und stellvertretender Leiter der HA VII.
 
Wolf, Günter
28.4.1926
Leiter der Hauptabteilung Personenschutz
Geboren in Waldenburg (Schlesien), Vater Bergmann; Volksschule; 1941-43 Lehre als Vermessungstechniker; 1943/44 RAD, Hauptvormann; 1944/45 Wehrmacht; 1945-48 sowjetische Gefangenschaft. 1948 Einstellung bei der VP; 1949 SED; 1950 Lehrgang an der Höheren Offiziersschule der VP, dann VP-Dienststelle Prora (Rügen); 1952 KVP-Bereitschaft Prora; 1953/54 Lehrgang an der KVP-Hochschule Dresden; 1956 NVA Schwerin, Prora; 1959 Einstellung beim MfS; Kommandeur des WR Berlin des MfS; 1962/63 Einjahreslehrgang an der Militärakademie der NVA Dresden; 1963 stellvertretender Leiter der HA PS (Personenschutz) des MfS Berlin; 1968/69 Parteihochschule der KPdSU in Moskau; 1974 Leiter der HA PS; 1979 VVO in Gold; 1988 Generalleutnant; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Wulke, Werner
23.1.1929
Leiter der HVA-Abteilung XVII (Schleusungen)
Geboren in Wilkersdorf (Ostpreußen); Vater Fleischergeselle; Volksschule; 1943-45 Lehre als Fleischer. 1945 Erntearbeiter; 1946 Gärtner und Kutscher; 1948 Viehtransportbegleiter; 1949 Sachbearbeiter beim VEAB Seelow; 1950 SED; Januar 1952 Fleischereifacharbeiter; August 1952 Einstellung beim MfS, Abteilung III (Volkswirtschaft) der BV Frankfurt/Oder; 1954 Lehrgang an der Schule der HA XV (später HVA-Schule); 1955 HVA-HA I (politische Spionage); 1956 Versetzung zur Abteilung XV (Auslandsspionage) der BV Suhl, 1960 zum Büro der HVA-Leitung, MfS Berlin; 1978 stellvertretender Abteilungsleiter in der AG Grenze der HV A; 1978 Oberst; 1988 Leiter der HVA-Abteilung XVII; 1990 Entlassung.
 
Zabel, Günter
28.12.1930
Leiter der Hauptabteilung Verwaltung und Wirtschaft
Geboren in Neuruppin, Vater Munitionsarbeiter; Mittelschule; 1946 SED; 1948 Einstellung bei der VP-Bereitschaft Kyritz; 1949/50 Kursant der VP-Politkultur-Schule Torgau; 1950 dort Waffenmeister, Mai 1950 Werkstattleiter; Dezember 1950 Leiter der Abteilung Waffen und Geräte der VP-Bereitschaft (ab 1952 KVP) Torgau; 1953 Versetzung zur KVP Potsdam; 1953 Einstellung beim MfS, Abteilung Allgemeines; 1954 persönlicher Referent des Leiters der HV B, 1956 zugleich Referatsleiter; 1959/60 Bezirksparteischule Kleinmachnow; 1960 Referatsleiter in der HA Verwaltung und Wirtschaft; 1961-65 Fernstudium an der Fachschule für Ökonomie Rodewisch, Industrieökonom; 1962 Abteilungsleiter; 1964 Leiter der Abteilung XVI (Bewachung der Haftanstalten); 1968 Leiter der HA Verwaltung und Wirtschaft; 1975 Leiter der HA Versorgungsdienste der VRD; 1976 Oberst; 1989 stellvertretender Leiter des Bereichs Versorgungsdienste; 1989/90 Entlassung.
 
Zukunft, Karl
22.2.1926
Leiter der Abteilung N (Nachrichten)
Geboren in Dresden, Vater Bonbonkocher, Mutter Hausfrau; Volksschule; 1940-43 Lehre als Fernmeldemonteur; 1943 RAD, Wehrmacht (Fernsprechunteroffizier). 1946 Fernmeldemonteur, Einstellung bei der Polizei, Präsidium Dresden, KPD/SED; 1949 VP-Meister, HV DVP im MdI, Lehrer an der VP-Schule Pirna, dann Ausbildungsleiter bei der XI. VP-Bereitschaft Kochstädt; 1950 Einstellung beim MfS, Abteilungsleiter in der HA Allgemeines; 1953 Abteilungsleiter in der HA Verwaltung und Wirtschaft; 1955 Leiter der Abteilung Nachrichtenverbindungen und Waffen; 1958 Abteilungsleiter im BdL, Arbeitsgruppe des Ministers (AGM); 1961-63 Fernstudium an der Ingenieur-Schule Lichtenberg (ohne Abschluß); 1964 Leiter der Abteilung N; 1967 Fachschul-Abschluß als Ingenieur des Fernmeldebetriebsdienstes an der Offiziersschule der Landstreitkräfte „Ernst Thälmann“, Löbau; 1975 Generalmajor; Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden; Januar 1990 Entlassung, Rentner.
 
Abkürzungen
 

ABF
Arbeiter-und-Bauern-Fakultät
AfNS
Amt für Nationale Sicherheit
AG
Arbeitsgruppe
AGM
Arbeitsgruppe des Ministers
APN
Außenpolitischer Nachrichtendienst
BCD
Bewaffung und chemischer Dienst
BdL
Büro der Leitung
BV
Bezirksverwaltung
CSR
Tschechoslowakische Republik
DASR
Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ Potsdam-Babelsberg
Dipl.
Diplom
DSF
Deutsch-Sowjetische Freundschaft
DSU
Deutsche Schiffahrts- und Umschlagsbetriebe
DTSB
Deutscher Turn- und Sportbund
DVdI
Deutsche Verwaltung des Innern
DVP
Deutsche Volkspolizei
EKKI
Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale
EMAU
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
FDGB
Freier Deutscher Gewerkschaftsbund
FDJ
Freie Deutsche Jugend
GRU
Glawnoje raswedywatelnoje uprawlenije (russ.), Hauptverwaltung für Aufklärung (im Volkskommissariat für Verteidigung), militärischer Geheimdienst
HA
Hauptabteilung
HfÖ
Hochschule für Ökonomie
HIM
Hauptamtlicher Inoffizieller Mitarbeiter
HO
Handelsorganisation
HU
Humboldt-Universität zu Berlin
HV
Hauptverwaltung
HV A
Hauptverwaltung Aufklärung (Spionage)
HV B
Hauptverwaltung B (Beschaffung/Rückwärtige Dienste)
IM
Inoffizieller Mitarbeiter
JHK
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung
JHS
Juristische Hochschule des MfS
K 5
Abteilung/Dezernat/Kommissariat 5 der Kriminalpolizei (politische Polizei)
KD
Kreisdienststelle
KGB
Komitet gossudarstwennoi besopasnosti (russ.), Komitee für Staatssicherheit
KI
Kommunistische Internationale
KJV
Kommunistischer Jugendverband
KJVC
Kommunistischer Jugendverband der Tschechoslowakei
KJVD
Kommunistischer Jugendverband Deutschlands
KMO
Karl-Marx-Orden
KMU
Karl-Marx-Universität Leipzig
Komintern
siehe => KI
KP
Kommunistische Partei
KPC
Kommunistische Partei der Tschechoslowakei
KPD
Kommunistische Partei Deutschlands
KPdSU(B)
Kommunistische Partei der Sowjetunion (Bolschewiki)
KPKK
Kreisparteikontrollkommission
KPÖ
Kommunistische Partei Österreichs
KuSch
Kader und Schulung
KVP
Kasernierte Volkspolizei
KZ
Konzentrationslager
LKA
Landeskriminalamt
MAS
Maschinenausleihstation
MdI
Ministerium des Innern
MdL
Mitglied des Landtags
MdR
Mitglied des Reichstages
MfAA
Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten
MfNV
Ministerium für Nationale Verteidigung
MfS
Ministerium für Staatssicherheit
MLU
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
MTS
Maschinen-Traktoren-Station
NKFD
Nationalkomitee Freies Deutschland
NSDAP
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
NVA
Nationale Volksarmee
OdF
Opfer des Faschismus
OibE
Offizier im besonderen Einsatz
OTS
Operativ-technischer Sektor
OvD
Offizier vom Dienst
PH
Pädagogische Hochschule
PHS
Parteihochschule „Karl Marx“ des ZK der SED
PKE
Paßkontrolleinheit
PKK
Parteikontrollkommission
PV
Parteivorstand
RAD
Reichsarbeitsdienst
RFB
Roter Frontkämpferbund
RFT
Rundfunk- und Fernsehtechnik
RGO
Revolutionäre bzw. Rote Gewerkschaftsopposition
SAG
Sowjetische Aktiengesellschaft
SAJ
Sozialistische Arbeiterjugend
SDAG
Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft
SED
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
SfS
Staatssekretariat für Staatssicherheit
SMAD
Sowjetische Militäradministration in Deutschland
SPC
Sozialdemokratische Partei der Tschechoslowakei
SPD
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
SSR
Sozialistische Sowjetrepublik
SvS
Sicherung von Staatsgeheimnissen
TH
Technische Hochschule
UdSSR
Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
USPD
Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands
VEAB
Volkseigener Erfassungs- und Aufkaufbetrieb
VEB
Volkseigener Betrieb
VP
Volkspolizei
VPKA
Volkspolizeikreisamt
VPP
Volkspolizeipräsidium
VRD
Verwaltung Rückwärtige Dienste
VS
Verschlußsache
VVEAB
Vereinigung Volkseigener Erfassungs- und Aufkaufbetriebe
VVN
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
VVO
Vaterländischer Verdienstorden
WR
Wachregiment
WTA
Wissenschaftlich-technische Aufklärung
z.b.V.
zur besonderen Verwendung
ZAGG
Zentrale Arbeitsgruppe Geheimnisschutz
ZIDA
Zentrum für Information und Dokumentation der Außenwirtschaft
ZK
Zentralkomitee
ZMD
Zentraler Medizinischer Dienst
ZR
Zentralrat

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